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Hijab Swag Mit Kopftuch und Rap für ein offenes Frauenbild

Eine schwangere Muslimin begeistert mit ihrem Rap Tausende. Das ruft aber auch Hass-Kommentatoren auf den Plan.

Eine Gruppe von Frauen mit Kopftuch auf Treppe.
Legende: Das erste Video von Mona wurde aufgenommen, als sie im achten Monat schwanger war. youtube.com/monahaydar

Eine schwangere, rappende Frau mit Kopftuch: Das ist Mix, der für Zündstoff im Netz sorgt. Die syrisch-amerikanische Dichterin Mona Haydar rappt so im Video zu ihrem Song «Hijabi», Link öffnet in einem neuen Fenster ein Bekenntnis zu ihrer Kopfbedeckung.

Am Anfang haut die Künstlerin dem Zuhörer die Hijab-Klischee-Fragen um die Ohren: «Wie sieht dein Haar aus?», «Schwitzt du da drunter nicht?». Fragen, die für jede kopftuchtragende Muslimin zum Alltag gehören.

Verbannt Frauenhasser / ob wir uns bedecken oder nicht, haltet uns nicht für selbstverständlich.
Autor: Mona HaydarDichterin

Die Botschaft ist unmissverständlich im Refrain formuliert: «Auch wenn ihr es hasst, ich wickle mir meinen Hijab weiter um den Kopf und rocke mein Kopftuch.»

Frauenbild modernisieren

Mona Haydar will mit ihrer Kunst gesellschaftlichen Strukturen aufbrechen, die vorschreiben, was Frauen anzuziehen haben oder eben nicht.

Mit ihrem Video hat sie bereits ein Zeichen gesetzt. Zu Tausenden reihen sich euphorische Nachrichten von Gleichgesinnten («Das macht mir so viel Mut») nahtlos an Hasskommentare, die diesem Frauenbild nichts abgewinnen können.

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    HP Müller, wo sehen Sie da einen Widerspruch? In stockkatholischen Gebieten stösst man sich noch nicht an Nonnen oder Patres im Habit in der Öffentlichkeit, ansonsten tragen sie zivil, das Habit nur noch im Kloster, selbst nachts noch Kopfbedeckung. Und genau das ist der Unterschied zu den Muslimas, sie tragen ihre Verhüllung nicht aus Demut vor ihrem Gott, denn sonst würden sie ihn zu Hause auch tragen. Und was hat das mit heutigen, meist nur noch traditionell christlichen Feiertagen zu tun?
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Ich denke, früher hatten die Frauen bei uns auch ihre Kopftücher zu Hause abgelegt. Religion hin oder her.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Sie haben den Frauen in Ihrer Umfrage unterstellt, dass sie selber nicht so genau wissen warum sie ein Kopftuch tragen ("Viele Fragen blieben offen"). Und ich habe Ihnen geraten eine gleiche Umfrage zu starten zu einem christlichen Thema. Sie werden auch da feststellen, dass Fragen offen bleiben obwohl alle das Fest feiern. Das ist für mich kein Argument dagegen ein Kopftuch zu tragen.
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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Deine Art von Kopfbedeckung zeigt mir, was du bist.
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Alle musl.Verhüllungen sollten mE verboten werden, denn sie schränken nicht nur Sinne+Bewegung, Kontakte+Berufswahl (integrationsverhindernd) der Frauen ein, sondern stellen Männer unter Generalverdacht, haltlos zu sein. Aber vor allem beleidigen sie unverhüllte Frauen, denn die Botschaft dieser relig.Outfits lautet Abgrenzung und Ehrbarkeit. Was das aber im Umkehrschluss an die Adresse unverhüllter Frauen bedeutet, ist verletzend und abwertend und wäre Grund genug, endlich darauf zu verzichten.
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