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Nach Marienerscheinung Papst spricht in Fatima Hirtenkinder offiziell heilig

100 Jahre nach der ersten Marienerscheinung: Der Papst spricht die ersten Kinder, die keine Märtyrer waren, heilig.

Legende: Video «Papst spricht zwei Hirtenkinder heilig» abspielen. Laufzeit 1:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.05.2017.

Papst Franziskus hat am Samstag im portugiesischen Wallfahrtsort Fátima zwei Hirtenkinder offiziell heilig gesprochen: Die ersten Kinder, die keine Märtyrer waren. Bei einer Messe sagte der Papst: «Wir sprechen die Seligen Francisco Marto und Jacinta Marto heilig und nehmen sie in die Liste der Heiligen auf.»

Die beiden Geschwister Francisco und Jacinta Marto sollen am 13. Mai 1917 zusammen mit ihrer Cousine Lucia dos Santos in einer Grotte nahe dem Dorf Fátima die Jungfrau Maria gesehen haben. Sechs Monate lang soll sie sich ihnen jeweils am 13. des Monats gezeigt haben.

Francisco und Jacinta starben nur wenige Jahre – 1919 und 1920 – nach der Erscheinung. Francisco wurde zehn Jahre alt, Jacinta neun. Ihre Cousine Lucia wurde später Nonne und starb erst 2005 im Alter von 97 Jahren. Ihre Heiligsprechung wird noch geprüft.

Papst Johannes Paul II. hatte die Geschwister im Jahr 2000 bereits seliggesprochen. Die Heiligsprechung erfolgte nun 100 Jahre nach der ersten überlieferten Marienerscheinung.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Klein (HansKlein)
    Verstehe ich das richtig? Gott bzw. Maria erwiesen den kleinen Kindern die "Gnade", sich ihnen zu zeigen, aber liessen sie mit 9 und 10 Jahren sterben? Gläubige werden nun vielleicht sagen: "Sie wollten die süssen Kleinen eben bei sich im Himmel haben." Aber wollten die Eltern sie nicht vielleicht lieber hier auf Erden behalten? Kann man das Leid, den Verlust der Kinder, "rechtfertigen"? Und komme mir keiner mit "Gottes Wege sind unerforschlich." Das waren sie dann auch in Auschwitz? Grauenvoll!
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    1. Antwort von martin blättler (bruggegumper)
      Ihre hier geäusserten Gedanken kamen mir während meiner Konfirmationsfeier.Seither bin ich Atheist.
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    2. Antwort von Lucas Kunz (L'art pour l'art)
      "könne man das rechtfertigen?" – Ja, zumindest damals. Die Kindersterblichkeit war extrem hoch, also hatte man das Leid umgedreht: Es galt allgemein als Unglück, kein "Engelchen" im Himmel zu haben ... Man kann sich heut so etwas nicht mehr vorstellen, aber dieses Gedankengut ist noch nicht so lange her.
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Tja, der Papst weiss wie das Big Business anzukurbeln ist .....
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  • Kommentar von James Klausner (Harder11)
    Das sind die Momente, welche die Unzulänglichkeiten der Katholischen Kirche voll zutage treten lassen. Papst Franziskus mag ja ein freundlicher, sympathischer Mensch sein. aber eigentlich ist er für das Funktionieren dieses Apparates unerheblich. Dieser Fatima-Kult samt seinen "Geheimnissen" gehört zutiefst zu den Instrumenten des Obskurantismus der zäh wie Teer alles überkrustet und Erneuerungen verhindert.
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