Zum Inhalt springen

Panorama Philae will weiter schlafen

Es ist einfach noch zu kalt. Seit dem 12. November 2014 verharrt der Kometenlander Philae in kaltem Winterschlaf. Ein erstes Wecksignal hat keinen Erfolg gebracht. Nun soll im April der Versuch wiederholt werden. Dann ist es auch wärmer.

Modell von Philae
Legende: Philae ist der erste von Menschen gebaute Apparat, der auf einem Kometen weich landete. Keystone

Das Team im Lander-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat die Kommunikationseinheit der Raumsonde Rosettat ausgeschaltet. Man hat im DLR feststellen müssen, dass es derzeit einfach noch zu kalt ist für den Landeroboter Philae. Diesem Entscheid vorausgegangen ist eine Kontaktaufnahme am 12. März. Philae reagierte allerdings nicht auf die Signale des Orbiters, der um ihn herumkreist.

Der Apparat befindet sich auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko und braucht zum Aufwachen eine Betriebstemperatur von über minus 45 Grad Celsius. Erst dann schaltet er sich automatisch wieder an. Ausserdem benötigt er insgesamt 19 Watt Energie für das Auffahren seiner Systeme.

Aber in der ersten Aprilhälfte soll es voraussichtlich klappen. Das DLR-Team hofft für diese Zeitspanne eine gute Konstellation zwischen Orbiter und Lander.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Drücke dem DLR-Team die Daumen, dass Philae wieder erwacht. Leider verlief die Landung ja etwas „hopsig“ und jetzt sitzt er in einem Schattenloch, wo seine PV-Anlage weniger Sonnenlicht erhält. So oder so, für eine Premiere recht gut gelungen und die übermittelten Messdaten auch von Rosetta die Wissenschaftler einige Zeit beschäftigt. Bitte nicht wieder über Kosten mosern. Ohne Forschung könnt ihr Euer iPhone6 gegen ein Wählscheiben-Schnurtelefon und Mikrowelle gegen Holzherd tauschen ;-)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Patrik Schaub, Zunzgen
      Sie haben recht, Herr Käppeli. Ohne Forschung und technischen Fortschritt würden wir immer noch in Höhlen leben. Gewissen Kreisen (Religionen ganz zu schweigen), würde dass allerdings ganz gut passen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen