Population der wildlebenden Tiger steigt

Nach Jahrzehnten, in denen die Zahl der in Freiheit lebenden Tiger immer mehr abnahm, können Umweltschutzorganisationen nun Erfolge verbuchen. Im Vergleich zu 2010 streifen aktuell fast 700 Tiere mehr durch die Gegend – die Mehrheit von ihnen in Indien.

Muttertier reibt den Kopf an seinem Tigerbaby Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Bestand der Tiger hat sich etwas erholt. Doch Wilderer bedeuten für die Tiere noch immer eine grosse Gefahr. Reuters

Die neuesten Daten zeigen, dass in der Wildnis wieder mehr Tiger leben. Waren es 2010 noch 3200 Tiere, liegt der Bestand nun bei 3890 Tieren. Das sei auf Schutzbemühungen und präzisere Zählmethoden zurückzuführen, teilte WWF Schweiz mit.

Nachdem die Zahl der Tiger jahrzehntelang immer weiter abnahm, sei dies das erste Mal, dass sie wieder steige, so der WWF. Gemäss der Daten der Weltnaturschutzunion IUCN und nationaler Tigerzählungen, ist die Bestandszunahme vor allem auf einen Anstieg der Zahl der Raubkatzen in Indien, Russland, Nepal und Butan zurückzuführen.

Schweizer Presse im Frühjahr 2016 Die Zahl der Leserinnen und Leser der Deutschschweizer Tageszeitungen WEMF

Expertin Doris Calegari von WWF Schweiz betonte jedoch, dass das Überleben der Tiger aber noch nicht gesichert sei. «Besonders im südöstlichen Teil Asiens tun die Regierungen zu wenig.»

Vor allem bedrohen den Tiger die Vernichtung seines Lebensraums und Wilderer. Laut Statistiken wurden von 2000 bis 2014 mindestens 1590 gewilderte Tiger konfisziert.