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Panorama «Solar Impulse 2» hebt zum letzten Mal ab

Das Solarflugzeug «Solar Impulse 2» des Schweizers Bertrand Piccard ist in Kairo gestartet. Es ist das letzte Teilstück der Reise um den Globus. Laut Einschätzung des Teams ist die Etappe wegen des Wetters und der Thermik sehr kompliziert.

Legende: Video Solar Impulse auf der Zielgeraden abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 24.07.2016.

Der Solarflieger «Solar Impulse 2» ist zur letzten Etappe seiner Weltumrundung aufgebrochen. Der Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard startete am frühen Sonntagmorgen in Kairo und flog Richtung Abu Dhabi, wie sein Team mitteilte.

In Abu Dhabi hatte die «Solar Impulse 2» vor mehr als einem Jahr abgehoben. Das Team bezeichnet den letzten Flug als schwierigsten der insgesamt 17 Etappen. Neben Flugverbotszonen seien es vor allem die Wetterbedingungen und Thermiken, die den Überflug des Nahen Ostens so schwierig machten.

Karte der arabischen Halbinsel.
Legende: Zwei bis drei Tage soll der Flug von Kairo nach Abu Dhabi dauern. zvg

Zweiter Anlauf für letzte Etappe

Der Flug von Kairo nach Abu Dhabi soll zwischen 48 und 72 Stunden dauern. Ein früher geplanter Aufbruch hatte letzten Sonntag wegen ungünstiger Wetterbedingungen in Kairo und einer Magenverstimmung Piccards verschoben werden müssen.

Die beiden Schweizer Abenteurer und Wissenschaftler André Borschberg und Piccard wollen mit der Erdumrundung für die Nutzung erneuerbarer Energien werben. Der aus Karbonfasern gebaute Flieger mit einer Spannweite von 72 Metern kommt ohne Treibstoff aus. Er verfügt stattdessen über mehr als 17'000 Solarzellen.

Neunmonatige Zwangspause auf Hawaii

Wegen einer defekten Batterie und ungünstigem Wetter musste «Solar Impulse 2» das Projekt, die Erde ohne einen Tropfen Treibstoff zu umrunden, letzten Sommer unterbrechen und auf Hawaii überwintern. Im vergangenen April ging die Reise schliesslich weiter. Das Vorhaben sollte ursprünglich in fünf Monaten gelingen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Sehen wir es als Lehrstück. Das SI2-Unterfangen zeigt klar die physikalischen Limits eines Solarzellen bestückten Motorseglers. Der Flächenbedarf zur Generierung von Solarstrom ist enorm. Macht nur terrestrisch oder im All unter Schwerelosigkeit Sinn. Als unbemannte Drohne wird die Technik zwecks Forschung und Aufklärung ein Nischendasein finden. Siehe Wikipedia: AeroVironment Helios. Wünsche Bertrand Piccard trotzdem, dass er sicher in Abu Dhabi landet und nicht das Schicksal von Helios teilt.
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  • Kommentar von Giovanni Rana (G.R)
    Das einzige was wirklich rausgekommenn ist, ist der erneute beweis das solar energie immer noch keine alternative ist!
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  • Kommentar von Man Are (Manare)
    Endlich ist dieser Flug vorbei! Das "Flugzeug ohne Treibstoff", das jedoch am meisten Treibstoff verbraucht hat, das je ein Flugzeug verbraucht hat! Guet Nacht, wenn so die Welt gerettet werden soll ;-)
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    1. Antwort von Michael Emmenegger (Baltoro)
      Aha! Sie wissen wieviel ein Flugzeug verbraucht? Und sie wissen auch, was der Fingerabdruck des Projektes ist? Dann mal los und her mit den Zahlen, bin ganz gespannt!
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    2. Antwort von Man Are (Manare)
      Dazu braucht es keine Zahlen, welche sowieso nicht stimmen würden. Gemeint sind alle Begleitflüge, alle Transportflüge, alle übrigen Ressourcen... Überlegen sie bloss... Der ökologische Fussabdruck eines energiefressenden Giganten! Der Rest ist hauptsächlich abenteuerliche Träumerei. Interessant wie beharrlich Piccard und Co sind. Und wie viel Geduld die Sponsoren haben. Das Projekt wird vermutlich als Marketing-Glanzleistung in Erinnerung bleiben.
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