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Panorama Sonnenfinsternis: Das müssen Sie wissen

6 Fragen und Antworten: Die wichtigsten Informationen zur Sonnenfinsternis auf einen Blick.

Was passiert bei einer Sonnenfinsternis?

Die Sonne wird von der Erde aus gesehen durch den Mond ganz oder teilweise verdeckt. Die drei Gestirne müssen dafür auf einer Linie stehen. Bei einer totalen Sonnenfinsternis fällt ein Schatten auf die Erde, der maximal einige hundert Kilometer breit ist.

Was passiert bei uns am 20. März?

Die Sonnenfinsternis ist an diesem Tag vom ganzen deutschen Sprachraum aus als partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Der Bedeckungsgrad liegt zwischen 67 und 85 Durchmesserprozent. In Bern beginnt sie beispielsweise um 09.24 Uhr und endet um 11.44 Uhr. Um 10.32 Uhr wird maximal 74.9 Durchmesserprozent der Sonnenscheibe bedeckt sein. Der Mond wird dabei von rechts (von Westen) nach links (nach Osten) durch die Sonnenscheibe wandern. Die totale Verfinsterung beginnt östlich von Neufundland. Der Kernschatten des Mondes wandert dann zwischen Grönland, Island, den Britischen Inseln und Skandinavien hindurch und berührt nur zweimal Festland – die Färöerinseln und Spitzbergen – und endet dann nahe dem Nordpol. Der Halbschatten des Mondes weitet sich bis nach Nordafrika aus.

Wie ungewöhnlich ist das Ereignis?

Eine partielle Sonnenfinsternis ist etwas Ungewöhnliches. Im Zeitraum 1951 bis 2050 sind davon in Zürich 38 zu sehen. Die letzte grosse in der Schweiz gut sichtbare Sonnenfinsternis fand am 31. Mai 2003 statt. Damals war das Wetter gut und der Bedeckungsgrad lag in Zürich bei 70,1 Prozent. Die nächste grosse Sonnenfinsternis wird es in der Schweiz am 12. August 2026 geben. Dann wird die Bedeckung bei 90 Prozent liegen.

Wie beobachtet man eine Sonnenfinsternis?

Voraussetzung ist ein klarer Himmel. Zum Schutz der Augen sollte man dafür ausschliesslich entsprechende Folienbrillen verwenden. Zudem bekommt der Betrachter ohne die Brille nicht viel mit. Mit einem Fernglas oder Teleskop kann man etwaige Sonnenflecken beobachten, die vom Mond verschluckt und später wieder freigegeben werden. Wichtig: Wer Geräte benutzt, sollte eine ND5-Folie vor dem Linsenobjektiv montieren. Das Auge könnte sonst bleibenden Schaden nehmen und sogar erblinden. Nahezu alle Volkssternwarten und astronomischen Vereine werden öffentliche Beobachtungen anbieten.

Wie fotografiert man die Sonnenfinsternis?

Mittels einer Digitalkamera, deren Objektiv durch eine ND5-Folie geschützt ist. Mit einem 200mm-Zoom sollten gute Bilder machbar sein. Es empfiehlt sich, die Belichtung vorher zu testen, die Kamera manuell einzustellen und sie zu fixieren. Wer mit der automatischen Einstellung fotografiert, läuft Gefahr, dass das Bild überbelichtet wird.

Ist am 20. März ein Stromausfall zu befürchten?

Vor allem Länder, die einen grossen Teil ihrer Stromproduktion aus der Solarenergie beziehen, müssen bei schönem Wetter mit einem markanten Abfall der Stromleistung rechnen. In der Schweiz ist der Anteil an Solarstrom mit rund einem Prozent gering. Weil die Schweiz aber Bestandteil des europäischen Netzes ist und an drei Länder mit hohem Solarstromanteil grenzt, ist sie auch betroffen. Sinkt die Stromproduktion aus Solarstrom-Anlagen, werden möglichst rasch andere Kraftwerke hochgefahren. Es besteht das Risiko von Frequenzschwankungen im Netz.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Vroni Keller, Frauenfeld
    Kann der Livestream ohne Schutzbrille verfolgt werden?
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  • Kommentar von Eugen Eichenberger, Muhen
    Frage: Wenn ich ungeschützt in die ganz normal scheinende Sonne blicke und das zB. am 21 Juni und erst noch in den Alpen, dann kriege ich doch noch viel mehr schädliche Strahlung ab (UV und noch kurzwelliger) als wenn ich in die teilabgedeckte Sonne blicke und das ist Millionen Menschen sicher schon zig mal passiert. Worin liegt da der Unterschied? Besten Dank für eine Erklärung und freundliche Grüsse Eugen Eichenberger
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    1. Antwort von Redaktion SRF News
      Guten Tag Herr Eichenberger, die Erklärung ist recht simpel: Wenn wir normal in die Sonne schauen, blicken wir nie direkt hinein, selbst wenn uns das so vorkommt. Sondern wir kneifen die Lider zusammen, unser Auge verweigert den direkten Blick (es schaut z.B. knapp daneben). Bei einer Sonnenfinsternis hat unser Auge das Gefühl, das Licht sei weniger stark, weil ein Teil der Sonne abgedunkelt ist und der natürliche Schutzmechanismus greift nicht mehr. Die Strahlen, die aber durchkommen, sind genauso stark, wie wenn man sonst offenen Auges direkt in die Sonne schauen würde. Freundliche Grüsse, Ihr SRF-News-Team
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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Gemäss den Muothataler Wetterschmöckern ist dieses Naturschauspiel ein sicheres Indiz für den baldigen Weltuntergang.
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