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Vandalismus in luftiger Höhe Unbekannte sägen Gipfelkreuz ab

Gipfel Dent d'Hérens im Hintergrund, im Vordergrund schöner Wasserfall.
Legende: Auf dem Gipfel der Dent d'Hérens in Zermatt stand bis kurzem noch ein Kreuz aus Metall. Keystone

Unbekannte haben das Gipfelkreuz auf der Dent d'Hérens in Zermatt VS abgesägt und zu Boden geworfen. Das Kreuz aus Metall wurde am letzten Mittwoch am Fusse der nördlichen Bergwand gefunden.

Die lokalen Behörden reagieren besorgt: «Es ist eine Tradition, dass auf allen Berggipfeln ein Kreuz steht», sagte Zermatts Gemeindepräsidentin Romy Biner-Hauser. Sie habe kein Verständnis für diesen Vandalenakt. Der Walliser Bote berichtete über den Vorfall.

Gipfelkreuz zum Jubiläum

Das Kreuz war 2013 auf privater Initiative von Bergführern zum 150-jährigen Jubiläum der Erstbesteigung des Nachbargipfels vom Matterhorn errichtet. Die Bergführer hatten dazu die Genehmigung von Zermatt und zwei italienischen Gemeinden erhalten.

Gemeindepräsidentin Biner-Hauser ist der Meinung, dass das Kreuz nun repariert und möglichst rasch wieder auf dem Gipfel installiert werden muss. Bei der Walliser Kantonspolizei ist noch keine Anzeige eingegangen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Rainer Fauser (Rainer Fauser)
    Das Gipfelkreuz ist ein religiöses Symbol und eins der Zivilisation.Eigentlich sollte dort auf dem Gipfel die Natur pur zu erleben sein und v.a. ist der Gipfel der höchste Punkt und als solcher muss der nicht auch noch vom Menschen geschmückt,geweiht,geschändet oder degradiert werden.Das Kreuz ist künstlich und von der Kirche zur Manipulation missbraucht.Ich habe etwas gegen Kreuze und Religion.Muss wirklich der Mensch überall dreinpfuschen und Berggipfel schänden? Werde ich nun gesteinigt?
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    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Rainer Fauser: Ja werden Sie, aber nur, falls Sie nicht gleich rigoros gegen Heliskiing, Seilbahnen und Skilifte bis auf die letzten Gipfel auf die Barrikaden steigen.
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  • Kommentar von Roman Loser (Jessica)
    Da genügt ein Wort: Krank! Nicht nur die welche das "Werk" vollbracht haben,sondern vor allem die Hintermänner die dafür bezahlt haben! Leider muss man diese nicht mal im Ausland noch bei den Eingereisten suchen.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Wirklich traurig. Niemand ist verpflichtet bei einem Kreuz inne zu halten und zu beten. Gipfel- und Wegkreuze sind aber Teil der CH Identität. Wer kann sich daran schon stören nebst all den Autobahnen und immer grösser werdenden Dörfern umd Städten? Darf es denn gar nichts mehr geben, das die Identität der Schweiz darstellt ausser Geld und teure Statussymbole? Ich bin tief betroffen über diese Nachricht.
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