US-Starmoderator wegen Lügereien unter Beschuss

Lügen haben bekanntlich kurze Beine. Jene von US-Starmoderator Brian Williams konnten jedoch ganze 12 Jahre lang laufen, bis die Wahrheit ans Licht kam. Nicht sein Helikopter ist im Irak-Krieg beschossen worden, wie Williams gerne behauptete, sondern ein anderer. Er gab jetzt seine Sendung ab.

Williams mit einem Mikrofon. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ist selber derzeit grosser Bestandteil der Nachrichten: US-Nachrichtenmoderator Brian Williams. Keystone

Einer der prominentesten US-Nachrichtenmoderatoren, Brian Williams vom Sender NBC, hat wegen einer offensichtlich geschönten Geschichte über seinen Einsatz im Irak-Krieg die Moderation seiner Sendung vorerst niedergelegt.

Es sei ihm «schmerzlich klar geworden», dass er derzeit «selbst zu sehr Teil der Nachrichten» sei, erklärte der 55-Jährige. Er werde seine tägliche Sendung «NBC Nightly News» in den nächsten paar Tagen nicht moderieren.

Williams hatte vor wenigen Tagen gestanden, dass eine von ihm erzählte Anekdote nicht der Wahrheit entspricht. Mehrmals hatte er behauptet, sein Helikopter sei 2003 im Irak unter Beschuss geraten.

Vor laufender Kamera erklärte er, bei seinen Erinnerungen an die Ereignisse vor zwölf Jahren sei ihm «ein Fehler unterlaufen». Nicht sein Helikopter sei beschossen worden, sondern eine vor ihm fliegende Maschine. NBC leitete interne Ermittlungen ein.