Zum Inhalt springen

Panorama Yahoo bestätigt: Daten von 500 Millionen Nutzern gestohlen

Yahoo-Nutzer aufgepasst: Es besteht die Chance, dass Ihre Daten in fremde Hände gelangt sind. Der Internet-Riese bestätigt, was im Sommer bereits vereinzelt berichtet wurde: 2014 wurden Yahoo Daten von mindestens 500 Millionen Usern gestohlen.

Legende: Video Datenklau bei Yahoo abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.09.2016.

Grobe Panne beim Internet-Riesen Yahoo: Das Unternehmen bestätigt, dass bei einem Hacker-Angriff von 2014 Daten von mindestens 500 Millionen Nutzern gestohlen worden sind. Es gehe um Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtstermine und verschlüsselte Passwörter.

Yahoo vermutet hinter dem Diebstahl einen Angreifer mit staatlichem Hintergrund. So werden in den USA meist Hackergruppen mit Nähe zu russischen oder chinesischen Geheimdiensten bezeichnet.

Passwörter im Klartext oder Kreditkarten- und Bankkonto-Informationen seien keine entwendet worden. Die Angreifer seien derzeit nicht im Yahoo-Netzwerk.

Erste Berichte über einen Datendiebstahl bei Yahoo waren im Sommer aufgetaucht, als ein Hacker im Internet angeblich Zugänge zu Konten von Nutzern angeboten hatte.

Dieser Hacker mit dem Namen «Peace» hatte zuvor schon Nutzerdaten des Online-Netzwerks MySpace und der Karriere-Plattform LinkedIn verkauft. Yahoo prüfte seitdem den Sachverhalt. Jetzt hiess es, man arbeite mit den Sicherheitsbehörden zusammen.

Yahoo muss um Übernahme zittern

Noch mehr Ungemach für die ohnehin angeschlagene Yahoo-Chefin Marissa Mayer:Sie muss nach dem Hackerangriff um die vereinbarte Milliardenübernahme durch den US-Telekomriesen Verizon kämpfen.

Analysten erwarten, dass dieser nun einen spürbaren Preisnachlass durchsetzen will. Im Juli hatte die kriselnde Internetfirma mit Verizon die Übernahme ihres Kerngeschäfts für 4,8 Milliarden Dollar vereinbart.

An der Börse wuchsen am Freitag Sorgen um Yahoo. Im vorbörslichen Handel lagen die Aktien des Unternehmens 2,5 Prozent im Minus.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.