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Aargau Solothurn Aarauer Kunsteisbahn fertig saniert: Ein Vorzeigebeispiel?

Die Kunsteisbahn Aarau ist für die ganze Region. Auch Buchs und Suhr haben sich an der Sanierung beteiligt, zum Beispiel. Länger mussten die Eisportfans auf eine sanierte Halle warten. Zwei Volksabstimmungen waren nötig. Nun wird die Keba am Sonntag eröffnet, früher als geplant.

Die Chronologie:

  • Mai 2011: Stimmvolk bewilligt 17 Millionen Franken für die Sanierung.
  • Dezember 2013: Geplanter Baustart (Januar 2014) wird um ein halbes Jahr verschoben. Der Grund: Die Sanierung ist teurer
  • Juni 2014: Stadtparlament stimmt einem Zusatzkredit von drei Millionen Franken zu.
  • September 2014: Auch das Volk winkt den Kredit durch.
  • Dezember 2014: Die Sanierung der Keba startet.
  • November 2015: Stadt Aarau meldet, dass die Sanierung ein Jahr früher fertig ist.
  • November 2016: Die Keba wird am 20. November feierlich eröffnet, inklusive Europameisterin im Kunsteislauf Sarah Meier.

Die Sanierung der Kunsteisbahn Aarau und Region, kurz Keba, hat sich immer wieder verzögert. Ein Zusatzkredit war nötig, total gab es zwei Volksabstimmungen. Nun ist es soweit, die Eisbahn wird offiziell eröffnet. Sie wird damit ein Jahr früher als fertiggestellt. Das Werk hat gut 20 Millionen Franken gekostet.

Kind auf Eis
Legende: Die Keba Aarau ist bald wieder offen. Das Aussenfeld ist neu, und hat neu ein Dach. Colourbox

Ein neugebautes Ausseneisfeld erwartet die Bevölkerung. Das neue Eisfeld ist auch überdacht. Im Fokus der Sanierung stand vor allem das Ersetzen der ganzen Kältetechnik. Das Ziel: Die Betriebskosten der Kunsteisbahn senken. Ebenso soll dank der Sanierung weniger Lärm für die Anwohner entstehen.

Für die nächsten 30 Jahre soll die Keba damit betriebstauglich bleiben, teilt die Stadt Aarau mit. Das Eröffnungsfest ist am Sonntag 20. November, von 10 bis 17.30 Uhr. Dabei dürfen die Besucher auch hinter die Kulissen der Eisbahn schauen.

Finanzierung KEBA: Nachbargemeinden zahlen mit

«Das ist ein mustergültiges Beispiel dafür, wie man zusammen mit anderen Gemeinden ein Projekt realisieren kann», sagte der zuständige Aarauer Stadtrat den Journalisten an der Medienorientierung vom Donnerstag. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten, die solche Zentrumslasten alleine tragen müssen, ist es Aarau nämlich gelungen, die meisten Agglomerationsgemeinden von einer Mitfinanzierung zu überzeugen.

Suhr und Buchs steuern je rund eine Million Franken bei, hinzu kommen kleinere Beiträge von anderen Gemeinden. Unter dem Strich bleiben für Aarau rund 17 Millionen Franken. «Das ist eine Breitensportanlage, die sehr viele Menschen – vom Kleinkind bis zum Senior – nutzen. Deshalb waren die meisten Nachbargemeinden bereit, sich finanziell zu beteiligen.» Anderen Städten, die bei Infrastrukturprojekten ebenfalls ihre Agglomerationsgemeinden in die Pflicht nehmen möchten, empfiehlt Hanspeter Hilfiker eine frühe Kontaktaufnahme.

Bei der Kunsteisbahn waren Suhr und Buchs praktisch von Anfang an mit dabei. Die Zusammenarbeit ging auch über die Finanzierung hinaus. Man stemmte zusammen den politischen Prozess. Vom Einwohnerrat, über Volksabstimmungen, bis hin zu Einsprachen. Dennoch räumt der Aarauer Stadtrat ein, dass er sich eine höhere finanzielle Beteiligung der Gemeinden erhofft hätte. «Meistens waren es die öffentlichen Finanzen, die keine Investition zugelassen haben.»

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