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Suche nach Asylunterkünften Aargau verliert 2017 viele Asylunterkünfte auf einmal

Die Asylunterkünfte in Zofingen, Baden, Gränichen und Wohlen schliessen per Anfang 2017. Und nicht nur sie, auch Unterkünfte in Laufenburg, Hausen und Unterkulm fallen auf das erste Quartal 2017 weg. Total fehlen dem Kanton dann 500 Betten für Asylsuchende. Eine ungewohnte Situation, heisst es hier.

Übersicht über die kantonalen Asylunterkünfte:

Asylunterkünfte Aargau

Asylunterkunft Zofingen
Rund 140 Plätze, Familien
schliesst per Ende Januar
Grund Neubau Rehaklinik
Asylunterkunft im Kantonsspital Baden
Rund 200 Plätze, unterirdisch
schliesst per Anfang 2017
Grund Neubau Spital
Asylunterkunft Gränichen, Liebegg
Rund 50 Plätze, unterirdisch
schliesst per Anfang 2017
Grund Neubau Kommandoraum
Asylunterkunft Wohlen
Rund 40 Plätze, Baracken
schliesst per 1. Quartal 2017
Grund Neubau Eishalle
Asylunterkünfte Laufenburg, Hausen, Unterkulm
Total 40 Plätze
schliesst per 1. Quartal 2017
diverse Gründe

Der Kanton bringt Flüchtlinge unter, die auf den Entscheid des Bundes warten. Die Gemeinden jene, die vorläufig aufgenommen sind. Total sind es um die 2500 Asylsuchende, die der Kanton unterbringen muss. Nun fallen auf Anfang 2017 gleich 500 Plätze weg, vor allem wegen Neubauprojekten.

Die Unterkünfte in Zofingen und Baden zum Beispiel sind ziemlich gross, mit 140 beziehungsweise 200 Plätzen. Alleine der Wegfall dieser beiden Unterkünfte ist für den Kanton nicht einfach. Hinzu kommen weitere Schliessungen von Unterkünften, in Wohlen oder Gränichen, zum Beispiel.

Notfallplan ist alles andere als ideal

Der Kanton Aargau kann zwar im Notfall die unterirdischen Unterkünfte (Geschützte Operationsstelle Gops) in Muri und Laufenburg wieder nutzen. Das wäre aber nicht ideal.

Der Kanton verfolge immer noch das Prinzip «oberirdisch vor unterirdisch», sagt Daniela Diener, Mediensprecherin des zuständigen Kantonaldepartementes, gegenüber Radio SRF. Man suche intensiv nach Lösungen.

Asylunterkunft
Legende: Wohin mit den Flüchtlingen im Aargau? Die Frage stellt sich mehr denn je. Dem Kanton fehlen viele Betten auf einmal. SRF

Einen Lichtblick am Horizont gibt es für den Kanton, oder gleich zwei. In Muhen und Unterentfelden wurden ihm Gasthöfe zur Miete angeboten. Hier könnten bis zu 120 Asylsuchende wohnen. Momentan laufen die Verhandlungen.

Auch das Projekt in Frick im ehemaligen Autobahn-Werkhof darf der Kanton weiterverfolgen, dies hat das Parlament diese Woche entschieden. Bis zu 150 Plätze soll das «Asyldorf» einmal bieten.

Die geplanten Aargauer Grossunterkünfte mit je 150 bis 300 Plätzen sind momentan noch Zukunftsmusik. 2019 soll die erste stehen, sagt Daniela Diener vom Kanton im Interview mit SRF. 2026 wäre dann die letzte geplant. Momentan läuft die Standortsuche.

Projekte Muhen/Unterentfelden

Aktuell will der Kanton Restaurants mieten, die Waldeck in Muhen und das Rössli in Unterentfelden. Das gäbe je 60 Plätze.

Die Gasthöfe wurden dem Kanton zur Miete angeboten. Die Gemeinden sind nicht begeistert. Der Gemeindeammann von Muhen, Andreas Urech, sagt gegenüber SRF man wolle per Verfügung eine Baubewilligung verlangen.

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