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Legende: Audio So wird die Aargauer Berufsschul-Landschaft umgepflügt abspielen. Laufzeit 04:12 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 04.03.2019.
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Aargauer Berufsschul-Reform Alle Regionen behalten mindestens eine Berufsschule

Die Reform kommt nun ohne Standort-Schliessungen aus. Einzelne Schulen fallen aber weg, zum Beispiel das KV in Zofingen.

Die neuen Pläne: Die Aargauer Regierung hat das mit Spannung erwartete Standortkonzept für die Berufsschulen präsentiert. Es kommt zu Konzentrationen der Ausbildungsangebote. Der Regierungsrat spricht von einer «regional ausgewogenen Lösung».

Neu soll es Kompetenzzentren geben. So könne die Qualität verbessert werden, sagte Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) am Montag an einer Medienkonferenz. Standorte fallen keine weg, einzelne Schulen werden jedoch geschlossen.

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Berufsschüler im Bereich Gewerbe und Industrie sollen in Zukunft maximal noch an zwei Standorten ausgebildet werden (Ausnahme: Polymechaniker als grösste Berufsgruppe). Verwandte oder ähnliche Berufsgruppen werden zusammengefasst. KV-Schulen müssen mindestens 400 Schülerinnen und Schüler haben.

Gewerblich-industrielle Berufsfachschulen (GI): Die aktuell sieben GI-Berufsfachschul-Standorte werden auf fünf Standorte konzentriert: Zofingen, Aarau, Lenzburg, Brugg und Baden. Die GI-Standorte Rheinfelden und Wohlen fallen weg. Angestrebt ist auch eine Fusion zwischen der Schule für Gestaltung in Aarau und der Berufsschule Aarau. Vorerst bleibt die Schule für Gestaltung jedoch noch eigenständig.

Kaufmännische Berufe und Detailhandel (KV): Die aktuell sieben KV-Berufsfachschulen werden an vier Zentren zusammengeführt. Es gibt drei grosse Zentren: Ost in Baden (mit den Aussenstandorten Brugg und Bad Zurzach), Süd in Wohlen und West in Aarau. Zudem gibt es den kleinen KV-Standort Nord in Rheinfelden. Das KV Lenzburg Reinach und der KV-Bereich in Zofingen fallen weg.

Gesundheits- und Sozialberufe: Die Ausbildung erfolgt weiterhin mit Schwerpunkt in Brugg. Weil die dortige Berufsschule voll belegt ist, sind neu Aussenstandorte in Lenzburg und Rheinfelden geplant. Unverändert werden Dentalassistenten und Praxisassistenten in Aarau und Podologen in Zofingen unterrichtet.

Der Aargau reagiert auf Veränderungen

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Der Aargau reagiert auf Veränderungen
Legende:Keystone

Im Aargau gibt es aktuell 16'555 Berufsschülerinnen und -schüler. Die Berufe und Berufsfelder haben sich in den vergangenen Jahren sehr unterschiedlich entwickelt, deshalb besteht laut Regierung Handlungsbedarf. Während manche Berufe Rückgänge von 20 Prozent und mehr erlebten (z.B. im Gartenbau), wuchsen andere um über 50 Prozent an (z.B. in der Pflege). Diese Trends würden sich fortsetzen. Zudem sei mit einer Zunahme der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen um 18 Prozent bis ins Jahr 2040 zu rechnen.

So viel will die Regierung sparen: Mit dem neuen Standortkonzept Berufsschulen sollen die Schulen effizienter werden. Pro Jahr können laut Regierung rund 4,15 Millionen Franken gespart werden (Kanton 2,9 Mio. + Gemeinden 1,25 Mio.). Einsparungen gebe es unter anderem im Bereich Führung, Verwaltung und Unterhalt.

So geht es weiter: Da alle bisherigen Standorte bestehen bleiben, ist keine Anpassung des Richtplans nötig. Das heisst, dass das Parlament nichts mehr zu sagen hat, die Regierung kann selber entscheiden. Das neue Konzept soll auf das Schuljahr 2020/21 umgesetzt werden.

Die Vorgeschichte: Es ist der dritte Anlauf der Aargauer Regierung, die Berufsschul-Landschaft umzugestalten. Zweimal ist sie mit Vorschlägen gescheitert: 2015 bereits in der Vernehmlassung, 2016 im Grossen Rat. Auch bevor am Montag die neusten Pläne der Regierung bekannt wurden, gab es bereits wieder Kritik, vor allem aus dem Fricktal und aus Zofingen.

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