Aargauer Mädchen machen immer weniger Zwischenjahre und Praktika

Seit 2008 erfasst der Kanton Aargau systematisch, was Jugendliche nach der Volksschule für einen Weg wählen. Nun liegen die Resultate der Befragung 2014 vor: Sie zeigen, dass immer häufiger auch Mädchen direkt nach der Volksschule eine weiterführende Ausbildung starten.

Schülerinnen und Schüler in einem Gang Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die meisten Jugendlichen setzen ihre Ausbildung nach der Schule direkt fort: Das gilt immer mehr auch für Mädchen. Keystone

Immer mehr Jugendliche finden direkt nach Abschluss der Volksschule eine weiterführende Ausbildung: 2008 waren es noch 77 Prozent, 2014 schon 83 Prozent. Das teilte das Aargauer Amt für Statistik am Dienstag mit.

Vor allem die Mädchen hätten in den letzten Jahren aufgeholt und immer häufiger eine direkte Lösung gefunden, heisst es weiter. Allerdings: Die sogenannte «Direktübertrittsquote» liegt bei Mädchen (80 Prozent) tiefer als bei Jungen (86 Prozent). Mädchen würden häufiger in Brückenangebote wechseln, Zwischenlösungen suchen oder Praktika besuchen, so die Begründung.

Volksschule Aargau: Anschlusslösungen 2014 6380 Schülerinnen und Schüler haben 2014 die Volksschule abgeschlossen. Die meisten von ihnen machen nach der Schule direkt eine Berufslehre (3583).

Die beliebteste Lösung nach der Schule heisst immer noch Berufslehre. Rund 57 Prozent der Jugendlichen wählen diesen Ausbildungsweg. 22 Prozent wechseln an ein Gymnasium oder an die Fachmittelschule. 1,4 Prozent der Jugendlichen wussten noch nicht, wie es nach der Schule weiter geht.