Aargauer Regierung fordert von AKB mehr Geld

Die Aargauische Kantonalbank soll mithelfen Schulden des Kantons abzubauen. Daran hält die Regierung fest, trotz der Kritik praktisch aller Parteien. Es gehe nicht anders, so die Regierung.

Bildmontage: Hand vor dem AKB-Hauptsitz in Aarau Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Regierung macht die hohle Hand und fordert von der AKB 500 Millionen Franken. Colourbox (Montage: SRF)

Die Umfrage bei den Parteien zeigte ein eindeutiges Bild: Von links bis rechts wurde der Plan der Regierung kritisiert. Nur gerade die Partei von Finanzdirektor Roland Brogli selbst, die CVP, sowie die BDP, stimmten zu.

Obwohl er die meisten Parteien gegen sich hat, hält Finanzdirektor Roland Brogli am Freitag an seinem Plan fest. Die AKB soll jedes Jahr zusätzliche 25 Millionen Franken an den Kanton ausschütten. Über den Zeitraum von 20 Jahren macht dies 500 Millionen Franken.

Die Regierung will so die Schulden aus den Sonderlasten abbauen. Wegen der Sanierung der Sondermülldeponie Kölliken und der Lehrerpensionskasse fehlt noch immer eine Milliarde Franken in der Kasse.

Neu schlägt Roland Brogli vor, dass die AKB zuerst eine Gesamtkapitalquote von 16 Prozent aufbaut, bevor sie zusätzliches Geld an den Kanton ausschüttet. Brogli rechnet damit, dass dies ab 2018 der Fall sein wird. Bereits jetzt erhält der Kanton jedes Jahr rund 65 Millionen Franken aus dem Gewinn der AKB.