ABB hat zu wenig Aufträge für Turbolader für Schiffsmotoren

Die Abteilung ABB Turbo Systems hat zu wenig Aufträge für Turbolader für Gas- oder Dieselmotoren. Diese liefert ABB für Frachtschiffe oder Luxusdampfer. Die Auftragslage sei nicht gut, bestätigt Mediensprecher Lukas Inderfurth in der Aargauer Zeitung.

Arbeiter und Schiffsrad Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Turbolader der ABB sind nicht mehr so gefragt. Im Bild: Verdichterrad für Turbolader im ABB-Werk Baden. Keystone

Die ABB Turbo Systems ist mit rund 1000 Mitarbeitern an den Standorten Baden, Klingnau und Deitingen SO vertreten. Wegen der Wirtschaftskrise bestellen die Reedereien weniger Schiffsmotoren. Damit hat auch die ABB Turbo Systems weniger Bestellungen. Sie macht Turbolader für solche Motoren.

Turbo Systems hat Probleme

"Die Auftragslage ist zurzeit nicht gut", bestätigt ABB Schweiz Sprecher Lukas Inderfurth einen Artikel der Aargauer Zeitung. Man habe bereits Massnahmen getroffen. So wurden die Weihnachtsferien verlängert. Zudem mussten die Angestellten ihre Überzeiten und Ferienguthaben 2012 abbauen. 

Ob und wie viele Stellen von den fehlenden Aufträgen betroffen sind ist unklar. Auch ob Kurzarbeit eingeführt werden könnte, wollte die ABB nicht kommentieren. Ende Januar informiert das Management die Angestellten. 2009 gab ABB Turbo Systems bereits einmal einen Stellenabbau bekannt. Damals wurden rund 150 Stellen gestrichen.