Reorganisation Kantonspolizei Acht Posten der Aargauer Kantonspolizei schliessen

Bei der Reorganisation der Aargauer Kantonspolizei hält der Regierungsrat an seinem Standortkonzept fest. Die Zahl der Posten wird von 17 auf 9 reduziert. 7 Stützpunkt-Standorte sind bereits definitiv, in zwei Fällen gibt es weitere Abklärungen.

Bildlegende:Überblick Entscheid Kapo-Stützpunkte kapo ag

Die Aargauer Regierung bleibt dabei: Sie schliesst 8 kleine Posten der Kantonspolizei. Gemäss Mitteilung der Staatskanzlei vom Freitag gibt es in Zukunft Stützpunkte in Aarau, Baden, Brugg, Frick, Lenzburg, Rheinfelden und Zofingen.

Dazu kommen je ein Stützpunkt im Freiamt und einer im Wynental. Hier sind die genauen Stützpunkts-Orte jedoch noch nicht bekannt. Die Regierung will dazu noch weitere Abklärungen treffen.

Nichts mehr zu prüfen gibt es gemäss Regierungsrat bei den kleinen bisherigen Posten Laufenburg, Schöftland und Spreitenbach. Diese Posten werden geschlossen. Schöftland schliesst auf Ende 2016, Spreitenbach Mitte 2017, Laufenburg dann Anfangs 2018.

Polizisten laufen neben Streifenwagen vorbei Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehr auf der Strasse statt im Büro: Die Regierung will Polizeiposten schliessen, um mehr Polizeipräsenz zu haben. Keystone

Zurzibiet geht vielleicht doch nicht leer aus

Auch für die Region Zurzibiet steht noch ein wichtiger Entscheid aus. Ursprünglich war hier kein Posten mehr vorgesehen. Nun prüft die Regierung den Weiterbetrieb des Postens Klingnau als Aussenstelle des Stützpunkts Brugg.

Mit einem Standort in Klingnau zum Beispiel würde die Region auch in Zukunft über einen Standort der Kantonspolizei verfügen. Für den Betrieb dieser Aussenstelle seien noch zusätzliche Abklärungen notwendig. Der Regierungsrat will voraussichtlich Mitte des kommenden Jahres entscheiden. Zum Verbleib des Postens in Bad Zurzach wollte das zuständige innendepartement auf Nachfrage von SRF noch keine Angabe machen.

«  Statt an wenigen Standorten auf den Posten wird die Kantonspolizei mobil stark präsent sein. »

Hans Peter Fricker
Generalsekretär DVI

Unter dem Strich sei die Polizei stärker präsent als heute, erklärt Hans Peter Fricker, Generalsekretär des Aargauer Innendepartementes. Die Mitarbeiterzahl werde von 211 auf 225 erhöht. Statt an wenigen Standorten auf den Posten sei die Polizei mobil viel präsenter. Es gibt mehr Patrouillen. Abends um 18 bis 22 Uhr waren es bisher 13 Patrouillen, neu sind es dann total 22, die unterwegs sind.

Genau das ist auch das Hauptziel der Reorganisation der Kantonspolizei. Es gehe darum «die Handlungsfreiheit der Polizei für die proaktive Verhinderung und für die Aufklärung von Straftaten zu erhöhen». Innert 15 Minuten soll künftig nach einem Notruf eine Polizeipatrouille vor Ort sein. Dazu sollen sollen die Polizisten auch mit mobilen Arbetisgeräten ausgerüstet werden.

Überblick Entscheid Kapo-Stützpunkte

Aarau
Wird Stützpunkt
BadenWird Stützpunkt
BruggWird Stützpunkt
FrickWird Stützpunkt
LenzburgWird Stützpunkt
RheinfeldenWird Stützpunkt
ZofingenWird Stützpunkt
KlingnauBleibt vermutlich Posten, angegliedert an Stützpunkt Brugg
Freiamt (Bremgarten, Muri und Wohlen) Stützpunkt-Entscheid noch ausstehend
Wynental (Unterkulm, Reinach)
Stützpunkt-Entscheid noch ausstehend.
Bad Zurzach
Vermutlich Schliessung
LaufenburgPosten wird Anfang 2018 geschlossen
SchöftlandPosten wird Ende 2016 geschlossen
SpreitenbachPosten wird Mitte 2017 geschlossen