Strombranche Schweiz AEK-onyx-Gruppe verkauft mehr Strom und macht mehr Gewinn

Die AEK-Gruppe hat 2016 gut geschäftet, das teilt das Unternehmen mit. Der Stromabsatz ist gestiegen, man habe mehr Netzdienstleistungen für Gemeinden und Industrie aufgebaut. Der Jahresgewinn stieg dank einmaliger Sondereffekte auf 15 Millionen Franken (Vorjahr: 11,5 Millionen Franken).

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Bildlegende: Strom für Gemeinden und KMU, aber auch Elektrodienstleistungen oder das Geschäft mit Pellets gehören zur AEK-Gruppe. SRF

Die AEK onyx Gruppe ist die gemeinsame Betriebsgesellschaft der beiden Firmen. Sie gehört zur Berner BKW Energie AG, diese hatte vor einigen Monaten die Aktienmehrheit der Solothurner AEK übernommen.

Das Ziel war, dass die AEK und die onyx Energie Mittelland AG ihre Kräfte bündeln. Das sei auf gutem Weg, schreibt die Solothurner Gruppe in einer Mitteilung vom Donnerstag.

AEK will im ganzen Land expandieren

«Wir lernen viel voneinander», erklärt Geschäftsführer Walter Wirth, im Gespräch mit SRF. Die AEK profitiere aber auch vom starken Mutterhaus BKW. Zum Beispiel im Bereich Contracting (Wärmeverbünde). BKW und AEK konzentrieren ihr Knowhow in diesem Bereich am Standort Solothurn. «In diesen Tagen zügeln die Mitarbeiter der BKW hierher», sagt Wirth.

Damit wolle die AEK künftig in der ganzen Schweiz solche Wärmesysteme verkaufen. «Das ist ein Zukunftsmarkt», so der Chef. Die AEK nutzt Abwärme aus Industrieanlagen zum Beispiel oder aus Schnitzelheizungen von Forstbetrieben und verteilt sie an Privathaushalte oder Firmen. Damit könne man Heizöl und Gas sparen, «das ist auch im Sinn der Energiestrategie».

Auch in der Pelletproduktion will AEK ihren hohen Marktanteil halten. Und schliesslich verkauft das Unternehmen auch ein «Rundum-Sorglospaket», also eine Art externe Geschäftsleitung für kleine Elektrizitätswerke oder Genossenschaften. In diesem Bereich profitiere man vom Wissen der Firma onyx, so Walter Wirth.

Die wichtigsten Fakten:

  • Stromabsatz der AEK ist leicht gestiegen, dank neuen KMU-Kunden. Allerdings verdient auch die AEK kaum mehr Geld mit Strom.
  • Umsatz: 142,2 Millionen Franken (Minus 4,2 Millionen Franken).
  • Jahresgewinn beträgt 15 Millionen Franken (Plus 4,5 Millionen Franken), dank einmaliger Sondereffekte und dank des höheren operativen Ergebnisses, sagt AEK.
  • AEK gewinnt vor allem neue Aufträge und Kunden im Bereich Dienstleistungen (Elektroinstallationen, Contracting, Pelletproduktion, EVU-Dienstleistungen, vgl. Text oben)
  • AEK hat Stromnetz von neun Gemeinden gepachtet. (Lüterkofen-Ichertswiol, Gerlafingen, Kriegstetten, Langendorf, Lommiswil, Lüsslingen, Luterbach, Subingen, Zuchwil)

AEK-onyx-Gruppe