Amra Sadikovic und ihr «Spiel des Lebens»

Die Aargauer Tennisspielerin Amra Sadikovic (WTA 148) trat am Dienstag zum bisher grössten Match ihrer Karriere an. Auf dem Center Court von Wimbledon spielte sie gegen die Nummer 1 der Welt: Serena Williams. Ein prägendes Erlebnis für die 27-Jährige aus Birr.

Williams und Sadikovic geben sich die Hand, nach dem Spiel vorne am Netz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Serena Williams (links) und Amra Sadikovic nach dem Spiel: Handshake auf dem Center Court nach dem Spiel am Dienstag. Keystone

Vor einem Jahr gibt die Aargauer Tennisspielerin Amra Sadikovic ihr Comeback auf der Tour. Plötzlich steht die 27-Jährige auf Platz 148 der Welt – und nach einer starken Qualifikation zum ersten Mal im Hauptfeld eines Grand Slams Turnier. Der Lohn dafür war ein Duell mit der besten Tennisspielerin der Welt: Serena Williams.

Ein Hammerlos - oder doch nicht?

Nach der überzeugenden Qualifikation hatte sich die gebürtige Aargauerin Amra Sadikovic viel für das Turnier vorgenommen. Die Auslosung für Wimbledon bescherte der 27-Jährigen jedoch unerwartet ein Hammerlos, mit der Weltnummer 1, Serena Williams. Und wie war die erste Reaktion auf die erste Gegnerin? Einerseits freute sich Sadikovic, andererseits machte ihr dieses Hammerlos im ersten Moment auch etwas Angst.

«  Oha, Serena? – Geil! »

Amra Sadikovic
Tennisspielerin aus Birr

Schliesslich freute sich Amra Sadikovic auf das Spiel, obwohl sie wusste, dass sie wohl nicht gewinnen würde.

Eine Frau sthet vor einem Tennisplatz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Aargauer Tennisspielerin Amra Sadikovic trainiert bereits wieder zu Hause im Tennisclub Brugg. Beni Minder/SRF

Eine kleine Chance hatte sie sich dennoch erhofft, nutzen konnte sie diese aber nicht, unter anderem auch wegen der Nervosität: «Anfangs des zweiten Satzes habe ich langsam in die Partie gefunden, gegen eine Serena Williams ist dies jedoch schon zu spät.»

Schöner als im TV

Trotz der Niederlage bleibt ihr das Turnier in Wimbledon sicherlich noch lange in Erinnerung. Die Freude beim Erzählen über das Erlebte ist gut zu spüren. Bisher kannte Amra Sadikovic Wimbledon nur aus dem Fernsehen: «Ich habe mir immer ausgemalt, wie schön dass sein muss, aber es kommt nicht annähernd an meine Vorstellungen ran, es ist so viel schöner!»