Arbeitslosenquote in der Region steigt leicht an

Im Kanton Aargau ist die Arbeitslosenquote im November erneut leicht angestiegen. Die Quote erhöhte sich im Vergleich
zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent. Auch im Kanton Solothurn beträgt der Anstieg 0,1 Prozentpunkte, hier liegt die Quote neu bei 2,6 Prozent.

In beiden Kantonen seien hauptsächlich saisonale Schwankungen im Baugewerbe für den leichten Anstieg verantwortlich, wie die kantonalen Ämter für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Montag mitteilten.

Im Kanton Aargau waren Ende November total 10'001 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 313 mehr als im Vormonat. In Solothurn waren es 3756 Personen, 163 mehr als im Vormonat.

Weiterhin unter dem Schweizer Durchschnitt

Trotz des Anstiegs liegt die Arbeitslosenquote in beiden Kantonen weiterhin unter dem Schweizer Durchschnitt von 3,2 Prozent. Grund für den Anstieg seien saisonale Gründe, teilten die kantonalen Ämter für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Montag mit.

So nahm die Zahl der arbeitslosen Frauen im Aargau um 101 ab, während es bei den Männern einen Anstieg von 414 gab. Im Baugewerbe seien vor allem Männer tätig, und in dieser Branche steige die Arbeitslosenzahl in der Wintersaison regelmässig an, hält das AWA des Kantons Aargau fest.

Im Kanton Solothurn ist die Zahl der ausländischen Arbeitslosen angestiegen. Auch dies könne als Indiz dafür gewertet werden, dass vor allem die Baubranche zum Anstieg beiträgt, erklärte Guido Pfister vom Aargauer Amt für Wirtschaft und Arbeit auf Anfrage von Radio SRF.

Allerdings betont Pfister, dass es auch hätte schlimmer kommen können. Im Vergleich mit dem Anstieg auf gesamtschweizerischer Ebene sei der Aargau glimpflich davongekommen: Im Normalfall betrage der Aargauer Anteil an den Schweizer Arbeitslosen etwa 7 Prozent.

«Wir hätten also mit einem höheren Anstieg rechnen müssen. Vermutlich hat der aktuelle Bauboom im Aargau das Ergebnis etwas abgefedert.» Viele Baustellen würden wohl auch im Winter weiter betrieben, so die Vermutung von Guido Pfister.

Jugendliche sind eher arbeitslos

Im November waren im Aargau 2629 Personen über 50 Jahre arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 2,6 Prozent. Bei den 25- bis 49-Jährigen waren 5927 Personen oder 3,0 Prozent ohne Arbeit. 1445 Jugendliche oder junge Erwachsene unter 25 Jahren oder 3,0 Prozent waren arbeitslos.

Die Zahl der gemeldeten Stellensuchenden stieg im Aargau um 330 auf 13'913 Personen. Auch im Kanton Solothurn stieg diese Zahl an, und zwar um 0,1
Prozentpunkte auf 4,2 Prozent. 6064 Personen waren als Stellensuchende registriert - 167 mehr als Ende Oktober.

Erneut auch mehr Kurzarbeit im Aargau

Im November beantragten im Aargau 30 Betriebe die Einführung von Kurzarbeit. Potenziell sind in diesen Betrieben 217 Mitarbeitende von Kurzarbeit betroffen.

Mit den Bewilligungen aus den Vormonaten könnten im November 1240 Personen neu auf Kurzarbeit gesetzt werden. Gemäss AWA schöpfen die Unternehmen die Bewilligung nicht für alle Mitarbeitenden aus. Betroffen von Kurzarbeit sind weiterhin hauptsächlich die Metall- und Maschinenindustrie sowie das Baugewerbe.