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Aargau Solothurn Argovia-Fest Birrfeld: Grosser Aufwand für ein eigenes Bussystem

Egal ob Fricktal, Seetal oder Zurzibiet – das Birrfeld ist während des Argovia-Festes an diese Regionen angebunden, praktisch rund um die Uhr. Möglich macht es ein Busnetz. Aufgebaut wird dieses vom Unternehmen Regionalbus Lenzburg (RBL). Geschäftsführer René Bossard erklärt das Konzept.

Bus der RBL
Legende: Das Argovia-Fest ist für den Regionalbus Lenzburg eine grosse Herausforderung. schafisheim.ch

Speziell am Fest ist ja, dass Sie im ganzen Kanton ein Busnetz aufbauen. Wie muss man sich das vorstellen?

Das ist eine umfangreiche Geschichte, die wir aufbauen. Es gibt zwei Teile: Einerseits machen wir zu vordefinierten Punkten Shuttle-Verbindungen vom Birrfeld aus und wieder zurück. Von diesen «Hubs» aus gibt es dann weitere Transporte hinaus in die Regionen. So können wir einen grossen Teil des Aargaus mit dem Fest verbinden.

Aber es ist schon etwas Seltenes, dass man für ein einziges Openair gleich ein Busnetz für den ganzen Kanton aufbaut?

Das ist sehr aussergewöhnlich. Mir ist kein ähnlicher Fall bekannt. Normalerweise macht man ja einen Shuttle-Dienst zu einem Bahnhof. Aber am Argovia-Fest fahren wir wirklich in die Regionen hinaus.

Vieleicht ist es aber auch eine andere Situation, weil die Leute, die unsere Shuttles benutzen, ein Billett lösen für diesen Bus. So gesehen darf die Leistung grösser sein, als wenn die Busfahrt einfach schon gratis im Konzert-Ticket inbegriffen ist.

Sie fahren ja bis morgens um fünf Uhr. Braucht das viele Busse und Personal?

Ja, das ist eine Herausforderung. Wir müssen sehr viele Betriebsmittel einsetzen, 20 Busse und 40 Personen in der Nacht. Aber das ist planbar. Und wir profitieren von den Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren gemacht haben.

Haben Sie genug Personal?

Ja, wir haben genug. Niemand ist gezwungen, in der Nacht zu arbeiten. Wir machen jeweils eine Umfrage, wer das tun möchte. Und es melden sich immer genug Leute. Einzelne Chauffeure machen das wirklich sehr gern.

Ist es denn nicht recht anstrengend, Leute zu transportieren, die in Feststimmung und vielleicht auch noch etwas alkoholisiert sind?

Unsere Leute bekommen sehr viel positives Feedback. Der Alkohol hat manchmal auch negative Auswirkungen. Aber diese überwiegen nicht. Damit kann man umgehen. Da haben wir keine Probleme mit unseren Chauffeuren, dass sie das nicht verarbeiten könnten.

Interview: Christiane Büchli

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Roger ott (Rogerott)
    Schön zu wissen das es mit den Busse klappt ... die Taxis werden 800 m vom Festgelände verbannt... ich finde ein Betrunkener hat mühe diese 800 Meter zu bewältigen... und diese Menschen haben doch ein Anrecht das ihr Leben nich einfach gefährdet wird ...dies zeigte sich letztes Jahr als einer direkt vor den Bus gelaufen ist .... glück gehabt nichts Passiert .... Man sollte auch Taxis vor das Festgelände lassen damit man die Läute frei entscheiden können und nicht bevormundet werden ......
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