Baden hat ein neues (Jugend-)Kulturlokal

Baden hat im Norden der Stadt ein neues Kulturzentrum: Am Samstag übergab der Stadtrat in einem Festakt die «Alte Schmiede» der Öffentlichkeit. Die aufwändig renovierte Industrieanlage soll eine breite Öffentlichkeit ansprechen, nicht nur die Jugend. Das Konzept ist allerdings sehr offen.

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Bildlegende: Die grosse Halle der alten Schmiede bietet Platz für diverse kulturelle Veranstaltungen. Stefan Ulrich/SRF

Die «Alte Schmiede» besteht hauptsächlich aus drei Teilen: Einerseits ist das Gebäude ein Nachfolge-Lokal für den Jugendclub «Merkker». Die Gruppe «Werkk» betreibt einen Gastronomie- und Konzetbetrieb für Jugendliche. Zum Zweiten stehen Künstlerinnen und Bands auch Ateliers und Proberäume zur Verfügung. Zum Dritten aber ist die «Alte Schmiede» auch einfach eine grosse Halle mit etwa 600 Quadratmeter Platz.

Grosse Halle mit Mehrfachnutzen

«Mut zur Leere» habe die Stadt Baden damit bewiesen, erklärte die zuständige Stadträtin Daniela Berger nach der Eröffnungsfeier gegenüber Radio SRF. «Die Bevölkerung von Baden wird diese Halle so nutzen, wie sie es für richtig hält.»

Möglich sei viel: Von Ausstellungen über private Feiern bis zu Konzerten. Man habe bewusst dieses offene Betriebskonzept gewählt, betont Berger. Damit komme die «Alte Schmiede» nicht «nur» der Jugend zu Gute.

Das Projekt war politisch praktisch unbestritten. Der Baukredit von 6,8 Millionen Franken wurde vom Stimmvolk im Jahr 2013 mit einer Dreiviertel-Mehrheit angenommen.

Im Juli 2015 war die Sanierung abgeschlossen, nun hat auch das Jugendkulturlokal «Werkk» seinen Betrieb aufgenommen. Die Eröffnung wird am Wochenende mit diversen Veranstaltungen ausgiebig gefeiert.

Ein Signal an die Jugend und die Region

Für Baden sei die «Alte Schmiede» ein wichtiges Projekt, betont Stadträtin Daniela Berger. Einerseits als Generationenprojekt: «Von der älteren Generation für die jüngere Generation». Andererseits aber bestätige Baden damit auch seine Zentrumsfuktion: Die «Alte Schmiede» soll ein weiterer kultureller Magnet der Limmat-Stadt werden.

Berger hofft, dass mit der «Alten Schmiede» auch die Zeit der Provisorien nun definitiv abgeschlossen ist. «Ich glaube, jetzt haben wir die definitive Lösung. Es ist ein Neubau in einem wunderschönen Altbau und ich glaube, das wird sich so schnell nicht mehr ändern.»