Bald besserer Schutz vor Hochwasser im Kanton Solothurn

Entlang der Aare zwischen Olten und Dulliken haben am Montag die Arbeiten für das 27,5 Millionen Franken teure Hochwasserschutzprojekt begonnen. Gegen das Vorhaben sind derzeit allerdings noch immer vier Beschwerden hängig.

Die hängigen Beschwerden betreffen aber nicht die unmittelbaren Arbeiten des aktuellen Bauprojekts. «Bei den Beschwerden geht es um Unterhaltungskosten, die erst nach dem Bau zur Diskussion stehen. Ein zweiter Teil der Beschwerden betreffen einen anderen Streckenabschnitt», sagt Gabriel Zenklusen gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Als erstes werden nun also entlang des Flussufers Bäume und Sträucher gerodet.

Auch die Stadt Olten soll dank des neuen Projektes in Zukunft besser vor Aare-Hochwasser geschützt sein. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch die Stadt Olten soll dank des neuen Projektes in Zukunft besser vor Aare-Hochwasser geschützt sein. Keystone

Mehr Sicherheit für Anwohner

Mit den eigentlichen Bauarbeiten soll Mitte August begonnen werden. Im Zuge dieser Arbeiten werden neue Seitengerinne ausgebaggert und zusätzliche Dämme geschüttet. Damit soll die Hochwassersicherheit der Siedlungen und Infrastrukturen verbessert werden. Zudem erhält die Aare einen Teil ihrer früheren Dynamik und Natürlichkeit zurück.

Das Solothurner Stimmvolk hatte dem Kredit für das Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt Aare im Juni 2013 mit grossem Mehr zugestimmt. Der Nutzungsplan wurde vom Regierungsrat im Dezember 2013 bewilligt.

Niederamt mehrmals überflutet

Die Hochwasser in den Jahren 1999, 2005 und 2007 hatten gezeigt, dass die Siedlungsgebiete entlang der Aare unterhalb von Olten nur ungenügend geschützt sind.

Das Projekt soll den Hochwasserschutz der Aare vom Wehr Winznau bis zur Kantonsgrenze Solothurn-Aargau sicherstellen. Das Ziel ist, dass bei einem Hochwasser, das im statistischen Mittel nur alle 100 Jahre eintritt, keine Schäden auftreten.