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Aargau Solothurn Bettag als hoher Feiertag umstritten im Kanton Solothurn

Organisationen aus Sport, Wirtschaft und Kultur wehren sich dagegen, dass die Solothurner Regierung den Bettag als hohen Feiertag erhalten will. Mit einem Brief an alle Kantonsräte schalten sich Heso, Kofmehl, FC Solothurn und andere in die Diskussion ein.

Messe
Legende: Bleibt der Bettag im Kanton Solothurn ein hoher Feiertag? Keystone

Der Eidgenössische Buss- und Bettag ist im Kanton Solothurn ein hoher Feiertag. Partys, Sportanlässe oder auch Gewerbeschauen sind verboten. So soll es auch in Zukunft sein. Die Regierung schlägt in der Revision des Ruhetaggesetzes vor, dass der Bettag bleibt, wie er ist.

Die zuständige Kommission des Kantonsrats hat aber eine andere Meinung. Sie findet, der Bettag soll nur noch ein ganz normaler Feiertag sein. Und die gleiche Meinung vertreten nun auch öffentlich neun Organisationen aus Sport, Wirtschaft und Kultur.

Der Brief an die Kantonsräte ist u. a. unterzeichnet von Herbstmesso (Heso), Kofmehl, Kulturm, Pop Art (Partyveranstalter) und den Fussballclubs Solothurn und Grenchen.

Anpassen an gesellschaftliche Veränderungen

«Die Tatsache, dass der Bettag weiterhin als hoher Feiertag qualifiziert werden soll, beeinträchtig unsere Organisationen sehr», steht im Brief. Konkret: Die Heso will zum Beispiel nicht mehr, dass sie ihren Betrieb für einen Tag unterbrechen muss, wenn der Bettag genau in die Zeitspanne der Ausstellung fällt.

Und Partyveranstalter wollen, dass sie am Vortag ihre Partys organisieren können, die dann bis weit in den Bettag dauern. Nach der heutigen Regelung müssen kulturelle Veranstaltungen um Mitternacht enden. Die Absender verweisen auf die Regelungen in anderen Kantonen: «Diverse Kantone haben in den letzten Jahren ihre Gesetzesbestimmungen zu den Ruhetagen überarbeitet und den gesellschaftlichen Veränderungen angepasst.»

Der Kantonsrat berät das neue Ruhetagsgesetz am 29. Januar. Das heutige Gesetz ist 50 Jahre alt. Revisionsbedarf besteht also, das hat die Regierung erkannt. Die Diskussion im Kantonsparlament wird sich darum drehen, ob der Bettag ein alter Zopf ist oder eine wichtige Tradition mit religiösem Hintergrund.

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