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Ein Spitalzimmer mit einem modernen Beatmungsgerät.
Legende: Keystone
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Corona-Lage Aargau Solothurn Kanton Aargau übernimmt Corona-Patienten aus dem Elsass

  • Der Aargau übernimmt zwei Corona-Patienten aus dem Elsass. Die schwer kranken Personen befinden sich im Kantonsspital Aarau.
  • Freiwillige gesucht: Wer helfen will, soll sich online einschreiben.
  • Solothurner Firmen setzen in der Krise auf ihre Lernenden.
  • Grosse Nachfrage nach Aargauer Notkrediten.

Weitere Informationen

Sonntag, 29. März: Schwer Kranke aus dem Elsass im KSA

Der Aargau übernimmt zwei schwer kranke Corona-Patienten aus dem Elsass, teilt die Staatskanzlei mit. Entschieden hat dies der Corona-Ausschuss der Regierung, bestehend aus Markus Dieth und Jean-Pierre Gallati. Die zwei Patienten befinden sich im Kantonsspital Aarau. Sie werden beatmet und werden mehrere Tage auf der Intensivstation sein. In nächster Zeit wird der Aargau auch Patienten aus dem Kanton Tessin aufnehmen. Die Kapazität des Aargauer Gesundheitswesens werde durch diese Solidaritätsaktionen nicht nachhaltig eingeschränkt, sagt die Regierung.

Samstag, 28. März: Kanton Aargau schaltet Plattform für Freiwillige auf

Schwerpunkt der neuen Plattform ist das Gesundheitswesen und der Bevölkerungsschutz. Anlaufstelle ist die Adresse www.ag.ch/helfen , Link öffnet in einem neuen Fenster. Die Plattform bündelt auch die vielen Hilfsangebote, die schon von Gemeinden, Vereinen und Privaten lanciert worden sind. Der Kanton selber sucht vor allem medizinische Fachpersonen für das Gesundheitswesen.
Momentan würden diese zwar nicht gebraucht. Aber wenn die Krise noch länger andauere, werde man froh um die Freiwilligen sein, sagt der Kanton.

Freitag, 27. März: Streit um Corona-Beratungen zwischen Aargauer Ärzten und Apotheken

Mit einem Inserat in der «Aargauer Zeitung» macht der Aargauische Apothekerverband am Freitag auf telefonische Beratungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufmerksam. Wenn man sich kränklich fühle, solle man seine Apotheke anrufen. «Als erste Anlaufstelle im Gesundheitswesen werden Sie dort kompetent beraten», heisst es unter anderem im Inserat. Statt beim Arzt sollen sich besorgte Leute also lieber bei der Apotheke melden.

Das Inserat der Apotheker kommt bei den Ärzten gar nicht gut an. Es sei gefährlich, wenn Apotheker medizinische Diagnosen stellen, meint Jürg Lareida, Präsident des Aargauischen Ärzteverbandes. Für die Unterscheidung von Asthma, eines Infekts, einer Lungenentzündung oder Covid-19 brauche es die Untersuchung durch einen Arzt. Im schlimmsten Fall befürchtet Lareida Fehldiagnosen bei der Beratung durch die Apotheken.

Beim Apothekerverband heisst es zur Kritik der Ärzte, man wolle die bereits bestehenden Beratungsangebote der Ärzte, des Kantons und des Bundes entlasten und ergänzen.

Freitag, 27. März: Solothurner Firmen setzen auf ihre Lernenden

Firmen, die während der Corona-Krise viel Personal benötigen, können im Kanton Solothurn ihre Lernenden zu 100 Prozent im Betrieb einsetzen. Seit einer Woche gibt es die Möglichkeit, die Lehrlinge vom (Fern-)Unterricht der Berufsschulen zu dispensieren. 55 Firmen mit 155 Lernenden machen aktuell davon Gebrauch, teilte der Kanton am Freitag mit. Es sind insbesondere Spitex-Organisationen, Alters- und Pflegeheime, sowie Grossverteiler und Detaillisten. Lehrlinge, die vom Unterricht dispensiert sind, müssen den Stoff später nachholen. Die Firmen sind verpflichtet, ihnen dafür Zeit einzuräumen.

Es sind Bestrebungen im Gang, dass Firmen bald in der ganzen Schweiz die Möglichkeit erhalten, Lernende während der Corona-Krise aus der Berufsschule zu nehmen.

Freitag, 27. März: Kanton Solothurn unterstützt Eltern bei der Erziehung

Dass die Schulen geschlossen und die Kinder ständig zu Hause sind, kann für Eltern zur Belastung werden. Was tun mit einem Buben, der den ganzen Tag nur herumliegt? Wie reagieren, wenn das Mädchen sich nicht an Anweisungen hält? Der Kanton Solothurn bietet den Eltern nun Hilfe an. Fachleute des Schulpsychologischen Dienstes geben telefonisch (032 627 29 61) und per Mail spd@dbk.so.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster Auskunft zu Erziehungsfragen, helfen unkompliziert mit Tipps und Beratung. Der Schulpsychologische Dienst kann diese Eltern-Hotline anbieten, weil es während der Corona-Krise fast keine Abklärungen von Kindern mehr gibt., Link öffnet in einem neuen Fenster

Donnerstag, 26. März: Ansturm auf Notkredite im Aargau

Am ersten Tag, an dem in der Schweiz die nationalen Überbrückungskredite für Firmen im Corona-Notstand verfügbar sind, haben Aargauer Unternehmen die Kantonalbank mit Anfragen und Anträgen überflutet. Eine Sprecherin der Aargauischen Kantonalbank AKB sagt am Donnerstagvormittag, man erhalte im Minutentakt neue Meldungen.

Die Bank sei für den Ansturm gerüstet und habe zusätzlich zum regulären Beratungspersonal intern weiteres Personal verfügbar gemacht. Man bemühe sich die Anträge so rasch wie möglich zu bearbeiten und arbeite auch am Wochenende, heisst es bei der Bank weiter.

Seit Donnerstagmorgen können Firmen, deren Geschäfte besonders stark von der Corona-Krise betroffen sind, Überbrückungshilfen bei ihrer Bank anfordern, per Formular auf der Internetseite des Bundes., Link öffnet in einem neuen Fenster Bis zu 500'000 Franken werden als Kredit unbürokratisch innert kurzer Frist ausbezahlt und zu 100 Prozent vom Bund abgesichert.

Neben den Überbrückungskrediten des Bundes sind auch die Sofortkredite des Kantons Aargau sehr gefragt. Diese richten sich an Unternehmen, Personen und Institutionen, welche nicht von der Bundeshilfe profitieren können. Man bekomme aktuell sehr viele Anfragen dazu, heisst es beim Hightechzentrum Aargau, das im Auftrag des Kantons eine Hotline dazu betreibt.

Donnerstag, 26. März: Stadt Baden verschiebt Ersatzwahl für Stadtrat

Auch in der Politik hinterlässt die Corona-Pandemie heute weitere Spuren. In der Stadt Baden wird die Ersatzwahl für einen Sitz in der siebenköpfigen Stadtregierung verschoben. Die Wahl hätte eigentlich im Mai stattfinden sollen, für diesen Termin sei aber kein seriöser Wahlkampf möglich und das beeinträchtige die Meinungsbildung der Stimmbürgerinnen und -bürger, schreibt die Stadt in einer Mitteilung.

Neu findet die Wahl nun Ende September statt. Da es allerdings möglich ist, dass im ersten Wahlgang noch niemand das Rennen macht, bleibt die Vakanz in der Badener Stadtregierung eventuell bis Ende Jahr bestehen. Nötig ist die Ersatzwahl, weil die parteilose Stadträtin Sandra Kohler Anfang März nach nur 2,5 Jahren im Amt überraschend ihren Rücktritt erklärt hat. Kohler ist bereits nicht mehr im Amt, ihre Dossiers werden zwischenzeitlich von Stadtammann Markus Schneider geführt – und das ist nun einiges länger als gedacht nötig.

Donnerstag, 26. März: Provisorisches «Fixerstübli» in Solothurn

Weil die normale Drogenkonsumationsstelle für Randständige und Drogenabhängige in der Stadt Solothurn aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen schliessen musste, haben die Verantwortlichen der Gassenküche eine Übergangslösung geschaffen. In einem Zelt neben der Gassenküche können Abhängige Drogen konsumieren unter Einhaltung der nötigen Abstandsregeln. Man habe verhindern wollen, dass sich eine offene Drogenszene entwickelt, heisst es bei den Verantwortlichen. Das sei nämlich kurz nach Schliessung der offiziellen Drogenkonsumationsstelle bereits im Ansatz passiert, nun gebe es zumindest eine Übergangslösung.

Donnerstag, 26. März: Kantonalschwingfest Aargau verschoben

Der nächste Grossanlass fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Das Aargauische Kantonalschwingfest wird verschoben, wie die Organisatoren am Donnerstag mitteilen. Das Fest hätte vom 5. bis 7. Juni in Beinwil im Freiamt stattfinden sollen, eine Austragung zu diesem Zeitpunkt sei allerdings nicht möglich. Es sei noch unklar, ob dann überhaupt wieder Grossanlässe stattfinden dürfen, daneben habe auch der Zivilschutz seinen Hilfseinsatz absagen müssen und sowieso können die Schwinger aktuell auch kaum trainieren. Ob und wann das Fest nachgeholt werden kann, ist aktuell noch offen.

Donnerstag, 26. März: Grosse SBB-Ausbauprojekte verzögern sich

Obwohl es kein schweizweites Baustellenverbot gibt, stoppt die SBB momentan die Arbeiten den zwei grossen Ausbauprojekten Eppenberg- und Bözbergtunnel. Man konzentriere sich auf den Unterhalt, damit der Betrieb aufrechterhalten werden kann, heisst es bei der SBB. Noch ist unklar, was der Arbeitsstopp für die Tunnelprojekte bedeutet. Die beiden Tunnel hätten in den nächsten Monaten vollendet werden sollen, und für Herbst wäre die Eröffnung geplant gewesen.

Der Eppenberg- und der Bözbergtunnel sind Schlüsselelemente beim Bahnausbau, sie ermöglichen eine Kapazitätssteigerung zwischen Zürich und Bern (Eppenberg) und die Erweiterung des 4m-Korridors für den Güterverkehr (Bözberg).

Mittwoch, 25. März: 300 Millionen Wirtschaftshilfe im Aargau

Die Aargauer Regierung will den von der Coronakrise stark betroffenen Unternehmen und Selbstständigen finanziell unter die Arme greifen. Ergänzend zu den Massnahmen des Bundes will sie dafür 300 Millionen Franken bereitstellen.

Das kantonale Massnahmenpaket soll Mitte April mittels Sonderverordnungsrecht verabschiedet werden. Vorgängig muss die Regierung die Sache noch mit der grossrätlichen Kommission für Aufgabenplanung und Finanzen (KAPF) absprechen, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Die Kommission habe bereits ihre Zustimmung signalisiert. Der Grosse Rat, das Kantonsparlament, wird aber erst im Nachhinein über den Kredit beschliessen können.

Bei Härtefällen, die nicht durch die Bundesmassnahmen abgedeckt sind, können per sofort auch Nothilfe-Gesuche über das Hightech Zentrum Aargau eingereicht werden. Der Fokus der Aargauer Massnahmen liege auf der kurzfristigen Nothilfe sowie Liquiditätssicherung. In einer ersten Etappe sollen auf Mitte April 150 Millionen Franken freigegeben werden.

Mittwoch, 25. März: Auch Aargauer Landammann Markus Dieth ist positiv getestet

Der Aargauer Finanzdirektor und amtierende Landammann Markus Dieth ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies, nachdem bereits Regierungsrat Urs Hofmann am Virus erkrankt ist. Die Regierung hat ihre Sitzung am Mittwoch trotzdem abgehalten per Telefonkonferenz, wie die Staatskanzlei mitteilte. Die Regierungstätigkeit sei gewährleistet. Auch die anderen Regierungsräte würden aktuell zum Teil im Homeoffice arbeiten.

Medienkonferenz mit den drei Männern
Legende: Urs Hofmann (vorne), Markus Dieth (hinten rechts) und Regierungssprecher Peter Buri (hinten links) sind infiziert. Maurice Velati/SRF

Mittwoch, 25. März: Hochbetrieb in den Verteilzentren von Coop und Migros in Schafisheim und Neuendorf

Das Coop-Verteilzentrum in Schafisheim und die Verteilzentren der Migros in Suhr AG und Neuendorf SO arbeiten aktuell fast rund um die Uhr. Die Corona-Krise fordert die Detailhändler stark: «Während wir an normalen Tagen in Suhr 5500 Paletten pro Tag verarbeiten, sind es momentan bis zu 10'000 Paletten. Das ist eine unglaubliche Warenmenge», sagt Marcel Schlatter, Mediensprecher des Migros Genossenschaftsbunds.

Beim Coop-Verteilzentrum in Schafisheim ist deshalb sogar ein Verkehrsdienst im Einsatz. Dieser soll verhindern, dass sich die Lastwagen zu stark stauen auf der Hauptstrasse. Allerdings: Migros und Coop rechnen mit einer baldigen Entspannung der Situation.

Mittwoch, 25. März: Kantonspolizei Solothurn schliesst drei Posten

Im Zusammenhang mit den Corona-Schutzmassnahmen schliesst die Solothurner Kantonspolizei die drei kleinen Posten in Hägendorf, Trimbach und Mariastein. In einer Mitteilung schreibt die Polizei, es sei an diesen Standorten kaum möglich zusätzliche Hygienemassnahmen wie Plexiglasscheiben zu installieren. Per Telefon bleiben die Polizeiposten aber normal erreichbar, heisst es weiter. Im Aargau gibt es ähnliche Fälle, hier hat die Regionalpolizei Unteres Fricktal die beiden Posten Möhlin und Stein geschlossen.

Polizeiposten Hägendorf
Legende: Kleinere Polizeiposten werden in den Kantonen Aargau und Solothurn geschlossen (im Bild: Posten in Hägendorf) zvg: Kanton Solothurn , Link öffnet in einem neuen Fenster

Mittwoch, 25. März: Solothurner Gemeinderäte dürfen neu digitale Sitzungen abhalten

Per Notverordnung erlaubt die Solothurner Kantonsregierung den Gemeinderäten die nötigen Sitzungen bei Bedarf via Telefon- oder Videokonferenz abzuhalten oder Beschlüsse auf dem Zirkularweg per E-Mail oder Post zu fällen. «Normalerweise würden wir den Gemeinden ein solches Anliegen verwehren», sagt André Grolimund, der Chef des Solothurner Amtes für Gemeinden. In der aktuellen Situation sei es aber ein möglicher Weg, dass die Gemeinden handlungsfähig bleiben, denn Sitzungen seien unter den Corona-Einschränkungen nur schwer möglich, mit Publikum schon gar nicht.

Das Problem mit den digitalen Sitzungen ist das Öffentlichkeitsprinzip. Im Kanton Solothurn sind Gemeinderatssitzungen grundsätzlich öffentlich. Das einzuhalten ist aber mit den Telefon- oder Videositzungen – schon allein technisch – kaum möglich. Deshalb darf die Bevölkerung im Rahmen der Ausnahmeregelung nun die Gemeinderatsprotokolle einsehen.

Die Notverordnung des Regierungsrates gilt maximal ein Jahr und sie gilt neben Gemeinderäten auch für Bürger- und Kirchgemeinden. Sobald sich die Corona-Krise etwas entspannt habe, werde die Ausnahmeregel wieder aufgehoben, heisst es beim Kanton Solothurn. Für eine dauerhafte Erlaubnis von Telefon- oder Videositzungen müsste die Politik die entsprechenden Grundlagen anpassen.

Dienstag, 24. März: Institution für psychisch Kranke zügelt in abgelegenes Tagungszentrum

Die Stiftung Satis betreut im Aargau rund 90 Personen mit psychischen Erkrankungen, Problemen oder Beeinträchtigungen. Für 30 Klientinnen und Klienten, die zu einer Risikogruppe gehören, hat die Stiftung nun kurzfristig einen Umzug organisiert. Statt in einer Liegenschaft mitten in Seon wohnen die Betroffenen vorübergehend im Tagungshaus Rügel oberhalb von Seengen. Das Haus wäre sowieso leer gestanden, sagen die Verantwortlichen auf Anfrage, somit sei der Umzug eine Win-win-Situation. In der abgeschiedenen Lage auf dem Rügel könne man Risikokontakte minimieren.

Dienstag, 24. März: Aargauer Regierungsrat und Polizeichef mit Coronavirus infiziert

Sowohl der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann als auch Kantonspolizeikommandant Michael Leupold wurden positiv auf Covid-19 getestet. Hofmann habe sich am Montag aufgrund gewisser Symptome testen lassen, der Polizeikommandant schon letzte Woche. Nun würden weitere Verdachtsfälle im Umfeld von Regierung und Polizei abgeklärt, schreibt die Staatskanzlei am Montagmittag.

Die möglicherweise betroffenen Kontaktpersonen befinden sich in freiwilliger Selbstquarantäne. Darunter sind laut Mitteilung auch Finanzdirektor Markus Dieth und Staatsschreiberin Vincenza Trivigno. Die Regierungstätigkeit werde auf digitalem Weg aufrechterhalten, heisst es weiter. Auch auf die Polizeiarbeit habe der positive Test des Kommandanten keine Auswirkungen, sagt Regierungssprecher Peter Buri auf Anfrage.

Der 64-jährige Urs Hofmann ist aktuell auch Vorsteher der Kantonalen Konferenz der Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD). Aktuell gehe es ihm den Umständen entsprechend gut, schreibt die Staatskanzlei.

Dienstag, 24. März: Neue Spital-Organisation im Fricktal

Im Zuge der Corona-Massnahmen organisieren sich die Spitäler im Aargauer Fricktal für den Moment neu. Das Spital Rheinfelden wird zum reinen Akutspital und das Spital in Laufenburg ausschliesslich zum Pflegeheim, wie das Gesundheitszentrum Fricktal mitteilt. Man wolle mit dieser Trennung vor allem die Risikopatientinnen und -patienten im Pflegeheim schützen.

Bisher waren die Aufgaben der beiden Spitäler nicht so genau getrennt gewesen, was jedoch in der Vergangenheit schon zu kritischen Diskussionen vor allem um die Rolle des Spitals Laufenburg geführt hatte. Das Gesundheitszentrum Fricktal betont, dass die jetzigen Änderungen nur für die Zeit der Corona-Pandemie gälten.

Montag, 23. März: Erster Corona-Todesfall im Kanton Solothurn

Im Kanton Solothurn ist Mann an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Der 90-Jährige habe an mehreren schweren Vorerkrankungen gelitten, teilt der Kanton mit. Er sei an einem Standort der Solothurner Spitäler gestorben.

Montag, 23. März: Zuhause lernen im Aargau

In der ganzen Schweiz sind die Schulen geschlossen. Im Aargau darf bis zu den Frühlingsferien kein Unterricht nach Lehrplan stattfinden. Nur die Repetition von Stoff, den die Kinder schon behandelt haben, ist erlaubt. Die Schülerinnen und Schüler haben von ihren Schulen Aufgaben und Anregungen erhalten. Die Schulen hätten ihren Auftrag gut erfüllt, findet Philipp Grolimund vom Schulleiterverband. Doch die Zuständigkeit der Schulen sei begrenzt. Im neuen System der Fernschule hätten die Eltern eine Schlüsselrolle.

Montag, 23. März: Zusammenarbeit über die Kantonsgrenze

Für die Bewältigung der Coronakrise arbeiten die öffentlichen Spitäler der Kantone Solothurn und Baselland so eng zusammen, wie man sich das vor einigen Wochen noch kaum vorstellen konnte. Das Spital Bruderholz (BL) nimmt zum Beispiel nun auch Corona-Patientinnen und Patienten aus den Bezirken Dorneck und Thierstein auf. Im Spital Dornach auf der anderen Seite werden nun alle Personen aus der Region behandelt, welche nicht wegen Covid-19 ins Spital müssen. Diese Massnahme soll das Spital Bruderholz beim befürchteten Ansturm von Coronapatienten entlasten, teilen die beiden Kantonsregierungen gemeinsam mit.

Die öffentlichen Spitäler in den Städten Solothurn und Olten arbeiten derweil enger mit Privatkliniken zusammen. In Solothurn ist dies die Klinik Obach, in Olten sind es die Pallas-Kliniken. Zudem werden im noch nicht eröffneten Neubau des Bürgerspitals Solothurn laut Mitteilung «zusätzliche Reserve-Kapazitäten» geschaffen. Das neue Spital sollte im Juni eröffnet werden.

Montag, 23. März: Soforthilfe für Solothurner Kleinunternehmen

Selbständigerwerbenden in finanziellen Nöten will die Solothurner Regierung schnell und unbürokratisch helfen. Sie denkt dabei etwa an Coiffeusen, Taxifahrer, Floristen oder Fitnesstrainerinnen. Der Regierungsrat stellt 10 Millionen Franken aus einem neuen Überbrückungsfonds zur Verfügung.

Das Geld soll in jenen zwei Wochen aushelfen, in welchen die Zahlungen des Bundes noch nicht eintreffen. Kleinunternehmer, welche ihr Geschäft schliessen mussten oder Aufträge verloren haben, erhalten 2000 Franken. Bereits am Donnerstag soll das Geld ausbezahlt werden.

Regionaljournal Aargau Solothurn, div. Sendungen seit 16.03.2020; bras;braa;matb;wasc;velm;vonb/sda

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