Crevetten-Zucht in Rheinfelden: Finanzierung gesichert

Die geplante Crevetten-Zucht in Rheinfelden nimmt Formen an: Die Firma SwissShrimp AG aus Luterbach hat gemäss eigenen Angaben die Finanzierung der neuen Anlage gesichert. Die Anleger konnte man auch durch einen prominenten Partner überzeugen.

60 Tonnen frische Crevetten jährlich: Das ist das Ziel der Firma SwissShrimp AG. Bisher betreiben die Geschäftsleute eine Testanlage in Luterbach auf dem ehemaligen Borregaard-Areal. Nun ist die Finanzierung einer definitiven Anlage gesichert.

Acht Millionen Franken sind als Startkapital für Investition und Personal notwendig. «Wir haben das Finanzierungsziel übertroffen», freut sich Geschäftsführer Rafael Waber im Interview mit Radio SRF.

Partnerschaft mit den Rheinsalinen

Shrimps made in Switzerland

4:23 min, aus 10vor10 vom 2.2.2015

Das Projekt stosse auf grosses Interesse, obwohl es eine Première ist: In der Schweiz werden noch kaum Crevetten gezüchtet, schon gar nicht in diesem Umfang. Man habe die Aktionäre auch dank der Partnerschaft mit den Schweizer Rheinsalinen überzeugen können, erklärt Waber.

«Die Saline baut die Halle, wir machen den Mieterausbau», erklärt Rafael Waber die Arbeitsteilung. Die Saline beliefert die Crevetten-Zucht auch mit Abwärme und Salz aus ihrer Produktion. «Damit können wir den CO2-Ausstoss pro Kilo Crevetten halbieren.» Das Wasser in den Zuchtbecken muss 28 Grad warm sein - und salzig wie im Meer.

Das ökologische Argument soll auch die Konsumenten überzeugen. Dazu kann SwissShrimp natürlich frische Crevetten liefern: Bisher gibt es bei uns fast nur gefrorene oder gekochte Import-Shrimps. Auch auf Antibiotika will die Schweizer Firma komplett verzichten.

Baustart im Jahr 2017

Das Geld ist nun also da, das Bauprojekt allerdings noch in Planung. Waber rechnet damit, dass 2017 mit dem Bau der Halle begonnen werden kann auf dem Gelände der Saline Riburg. «Danach starten wir mit dem Ausbau, installieren die Becken und die Verpackungsanlage. Anschliessend füllen wir die Becken mit Wasser und bereiten dieses auf. Und erst dann können wir die Larven einsetzen. Diese müssen noch sechs Monate wachsen, bevor wir ernten können.»

Es dauert also noch eine Weile, bis es die ersten Crevetten aus Rheinfelder Zucht gibt. Das Vertrauen der Investoren aber hat Rafael Waber mit seiner Firma schon gewonnen.