Die einzige Bergschule im Kanton Solothurn geht wohl zu

Ab dem Sommer 2014 werden die Kinder vom Brunnersberg wohl ins Tal zur Schule gehen müssen. Die Solothurner Regierung lehnt die Beschwerden gegen die Schliessung der einzigen Bergschule im Kanton ab.

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Bildlegende: Die Bergschule auf dem Brunnersberg geht wahrscheinlich zu. Google Maps

Die Bergschule gehört den Gemeinden Mümliswil-Ramiswil, Laupersdorf, Matzendorf und Aedermannsdorf. Sie liegt auf 1100 Metern über Meer und ist die einzige noch bestehende Gesamtschule im Kanton Solothurn. Im Jahr 2012 konnte sie das 100-Jahr-Jubiläum feiern.

Nun gibt es für die Familien auf dem Brunnersberg aber nichts mehr zu feiern. Die Solothurner Regierung hat ihre Beschwerden gegen die Schliessung der Schule abgelehnt, bestätigt Schul-Sprecher Heinz Dummermuth dem Regionaljournal.

Nächste Instanz Bundesgericht

«Es herrscht grosse Betroffenheit, überall gibt es gesenkte Köpfe», beschreibt Dummermuth die Stimmung auf dem Berg. Die Familien könnten den Entscheid der Regierung vor Bundesgericht anfechten. Ob sie dies tun, lässt Heinz Dummermuth offen. Es werde ein Treffen geben, wo man dies besprechen werde.

Die Beschwerdeführer hatten unter anderem kritisiert, dass in den vier Gemeinden die Gemeinderäte die Schliessung beschlossen hatten. So etwas gehöre vor die Gemeindeversammlung, sind die Beschwerdeführer hingegen überzeugt, das schreibe die Gemeindeordnung vor.

Die Regierung sieht dies allerdings anders. Wer für die Schliessung zuständig sei, sei nicht klar geregelt. Und in solchen unklaren Fällen sei eben der Gemeinderat zuständig.

Ist die Bergschule noch zeitgemäss?

Für die Schliessung der Bergschule machen die Gemeinden vorab pädagogische Gründe geltend. Eine so kleine Schule könne die Anforderungen des Schulgesetzes nicht erfüllen, beispielsweise was den integrierten Unterricht oder die Frühfremdsprachen angehe.

Die Verfechter der Bergschule führen an, gerade eine Gesamtschule biete gute Möglichkeiten der Integration. Zudem sei die Schule auf dem Berg wichtig, um die Abwanderung aus dem ländlichen Gebiet zu verhindern.