EHC Olten: Der tiefe Fall nach der sensationellen Qualifikation

Die Enttäuschung über das frühe Aus in den Viertelfinal-Playoffs ist riesig beim EHC Olten. Damit hätte nach der sensationellen Qualifikation wohl niemand gerechnet. Auch die Spieler selbst nicht. Die waren nach dem Quali-Erfolg sicher, eine Runde weiterzukommen – vielleicht zu sicher.

Ein Spieler des EHCO liegt auf dem Boden, um ihn herum mehrere Spieler von La-Chaux-de-Fonds. Aufgenommen im Spiel vom 23. Februar 2014. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Adieu Playoff: Der EHC Olten konnte sich gegen La-Chaux-de-Fonds nicht mehr aufrappeln und verlor am Dienstag mit 7:3. Keystone

Bitteres Ende nach einer tollen Saison: in den Playoff-Spielen der Nationalliga B muss sich der Qualifikationssieger Olten geschlagen geben, gegen den Achten der Qualifikation, La-Chaux-de-Fonds. Das sechste Spiel der Viertelfinals gewinnt La Chaux-de-Fonds mit 7:3. Damit endet die Best-of-7-Serie 4:2 für die Romands.

Das Aus in den Playoffs kommt auch deshalb überraschend, weil der EHC Olten in der Qualifikation vier der fünf Spiele gegen die Romands gewonnen hat. Die Qualifikation und die Playoffs liesden sich aber nicht vergleichen, sagt Olten-Trainer Scott Beattie. La-Chaux-de-Fonds habe stärker gespielt als noch in der Qualifikation.

«Wir sind einfach nur enttäuscht»

Der Trainer des EHC Oltens hadert mit der mentalen Einstellung der Spieler: «Vielleicht waren wir zu sicher, dass wir weiterkommen, nach dem 7:1-Sieg im ersten Spiel. Das ist aber nur menschlich», sagt Scott Beattie.

«Wir sind einfach nur enttäuscht», sagt auch Ruedi Trachsel, Mediensprecher des EHC Olten, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Zum Unglück kam noch Pech dazu

Nach nur 22 Sekunden brachte Benoit Mondou La Chaux-de-Fonds in Führung. Im zweiten Drittel erhöhten die Romands bereits auf 5:0. Zudem musste Oltens Söldner Daniel Corso wegen eines groben Fouls vom Eis. Damit stand der EHC Olten plötzlich ohne Ausländer auf dem Eis.

Denn: Bereits im ersten Drittel hatte sich der Kanadier Justin Feser den Finger gebrochen und musste ebenfalls raus. Und Shayne Wiebe spielte am Dienstagabend gar nicht - er verletzte sich bereits zuvor. «Ja, Pech war auch noch mit dabei», fügt Ruedi Trachsel an.

«  Auch wenn die Qualifkation sehr gut war, es gibt nichts schön zu reden: Wir sind nicht dort gelandet, wo wir hin wollten, und das ist schlecht. »

Ruedi Trachsel
Mediensprecher EHC Olten

Zwar konnte der EHC Olten im letzten Drittel noch drei Tore schiessen, kassierte aber weitere zwei. Zum Schluss hiess es 7:3 für La-Chaux-de-Fonds. Damit scheidet der EHCO glanzlos aus den Playoffs aus.

Die gleiche Mannschaft hatte in dieser Saison 14 Mal hintereinander gewonnen. Es war die beste Saison der Oltner seit Jahrzehnten - bis am Dienstagabend. Wie sieht der Verein nun diese Saison? «Auch wenn die Qualifkation sehr gut war, es gibt nichts schön zu reden: Wir sind nicht dort gelandet, wo wir hin wollten, und das ist schlecht», erklärt Mediensprecher Ruedi Trachsel.