EHC Olten soll die Sicherheitskosten künftig mitbezahlen

Die Stadt Olten muss sparen. Nun soll auch der Eishockey-Club zur Kasse gebeten werden, wenn es um die Sicherheit während den Spielen geht. Der Club ist damit grundsätzlich einverstanden, findet aber das aktuelle Polizeiangebot aber teils zu gross.

Spieler des EHC Olten freuen sich über einen Treffer beim Spiel gegen Basel Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Sicherheitskosten bei Risikospielen des EHC Olten soll künftig auch der Verein mittragen. Keystone

Bis anhin musste der EHC Olten weder der Stadt noch dem Kanton Geld zahlen für die Sicherheitsleistungen. Obwohl Stadt- und Kantonspolizei sowie die Securitas Sicherheitsaufgaben während den Heimspielen übernahmen. Einzig in der Saison 2011/2012 zahlte der Club der Kantonspolizei einmalig 20'000 Franken. Das soll nun dies zur Regel werden.

Das Oltner Gemeindeparlament hat am Donnerstag die Regierung in die Pflicht genommen. Diese soll abklären, inwieweit die Stadt die Kosten weiterverrechnen kann. Das Parlament unterstützte diesen Vorstoss fast einstimmig. Auch die zuständige Stadträtin Iris Schelbert kündigte an, man werde dieses Thema schon bald aufgreifen.

Davon hat der Eishockey-Club Olten nichts gewusst, erklärt Geschäftsführer Peter Rötheli auf Anfrage. Er erfuhr aus der Presse von diesem Vorhaben, will aber mit der Stadtregierung an einen Tisch sitzen und das Vorgehen besprechen. Was die Höhe des Betrages angehe, gebe es aber eine Schmerzgrenze, so Rötheli: «Sobald der Betrag in einen sechsstelligen Bereich geht, ist dies das Ende des Clubs.»

Der Geschäftsführer merkt zudem an, dass an vielen «harmlosen» Spielen unnötig viele Polizeikräfte im Einsatz seien. Hier müsse man sicher auch noch über die Bücher, da der Verein auch selber Sicherheitsleute im Einsatz habe.