Energiedienst Holding Laufenburg: Weniger Gewinn aber Dividende

Die Energiedienstholding in Laufenburg hat 2014 weniger verdient als im Vorjahr. Der Jahresgewinn sank um 29 Prozent auf 56 Millionen Euro. Der Umsatz blieb praktisch gleich bei 1.086 Millionen Euro (Vorjahr 1.082 Millionen Euro).

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Bildlegende: Das Wasserkraftwerk der Energiedienst Holding AG an der Grenze Schweiz-Deutschland in Laufenburg . Keystone

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Geschäftsfeld Regelenergie

Energiedienst Holding AG

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Die Energiedienst ist seit einiger Zeit im Markt für Regelenerigie tätig. Wenn ins europäische Stromnetz zu viel Strom fliesst aus Wind- und Sonnenkraft, fährt die Energiedienst die Leistung ihrer Kraftwerke am Rhein herunter. Sie hält so das System stabil und verdient mit der nicht produzierten Energie häufig mehr Geld als mit dem normalen Strom.

Der Ertrag im Geschäftsjahr 2014 lag wie erwartet unter dem des Vorjahres, teilt die Energiedienst Holding mit. Der Energiemarkt sei weiterhin anspruchsvoll. Die Wasserkraftwerke konnten zwar die durchschnittliche Produktion aufrechterhalten. Aufgrund der tiefen Margen brachte das allerdings nicht mehr ein.

Die liquiden Mittel der Firma stiegen von 150 auf 193 Millionen Euro. Zudem konnte die Firma mehr Privat- und Gewerbekunden verpflichten. Sie weist einen Zuwachs von 8000 Kunden aus. Hier wolle man am Ball bleiben, sagte Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung, am Donnerstag mit Blick auf das kommende Jahr.

Die Energiedienstholding beantragt eine Dividendenausschüttung von 1.50 Franken pro Aktie, ähnlich wie letztes Jahr. Die Aussichten für das laufende Jahr sind nicht gerade rosig. Die Aufgabe des Euromindestkurses werde sich negativ auf das Energiegeschäft auswirken, ist die Energiedienst Holding überzeugt.

«  Der Weg ist nach wie vor steinig. »

Martin Steiger
Vorsitzender der Geschäftsleitung Energiedienst Holding AG