Energiedienst Laufenburg verdient weniger Geld

Der schweizerisch-deutsche Stromkonzern Energiedienst hat 2013 wie erwartet erneut weniger verdient. Trotz gestiegener Gesamtleistung sank der Reingewinn um 14 Prozent auf 66 Millionen Euro.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging um 20 Prozent auf 79 Millionen Euro zurück. Der Umsatz legte um 8 Prozent auf 1,075 Mrd. Euro zu und überschritt damit erstmals die Schwelle von einer Milliarde Euro, wie die Energiedienst Holding am Donnerstag in Laufenburg AG mitteilte.

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Bildlegende: Die Energiedienst Holding AG hat 2013 zwar viel Strom produziert, aber wegen tiefer Preise weniger verdient. Keystone

Mit dem Ergebnis könne man nicht zufrieden sein, auch wenn es im Rahmen der eigenen Erwartungen liege, wird Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in der Medienmitteilung zitiert. Dank der guten Wasserführung erzeugte der Energieversorger 2013 überdurchschnittlich viel Strom. Das kompensierte jedoch die reduzierten Margen durch stark gesunkene Grosshandelspreise und den Wegfall von attraktiven Langfristverträgen nicht.

10 Prozent mehr Strom verkauft

Insgesamt verkaufte die Gruppe 10,065 Milliarden Kilowattstunden Strom – rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Stromabsatz an die Geschäftskunden und Weiterverteiler nahm zu, während der Absatz an Privat- und Gewerbekunden sank.

In Deutschland blieb der Absatz an die Kunden stabil, in der Schweiz stieg er im Vergleich zum Vorjahr um rund 12 Prozent. Die Energiedienst Holding betreibt grosse Lauf- und Speicherwasserkraftwerke am Rhein und im Wallis sowie einige Kleinwasserkraftwerke im deutschen Schwarzwald.

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Gewinneinbruch bei Repower

4:08 min, aus Tagesschau vom 3.4.2013