FC Aarau: «Ligaerhalt ist realistisch»

Letztes Jahr noch Favorit, dieses Jahr der Aussenseiter. Der FC Aarau muss in der Super League seine Position neu finden. Die Vereinsleitung ist optimistisch, dass dem FC Aarau der Ligaerhalt gelingen wird.

Klassisches Mannschaftsfoto, vorderste Reihe sitzen, mittlere Reihe Stehen, hinterste Reihe auf einem Podest. Links und rechts davon die Funktionäre in Trainer beziehungsweise Schlips und  Krawatte. Das Dress des Teams ist Rot mit weiss. Die Gruppe posiert zwischen Rasen und Zuschauerrängen im Brügglifeld. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So sieht die Mannschaft des FC Aarau in der kommenden Saison 2013/2014 aus. SRF

So voll war das Medienzentrum des FC Aarau schon lange nicht mehr. Dicht an dicht sitzen Journalisten, Fotografen und Kamerateams. Die Unabsteigbaren sind zurück in der höchsten Schweizer Liga und deshalb wieder schweizweit ein Thema. Sportchef Urs Bachmann freut sich über das grosse Interesse: «Alle sind motiviert und freuen sich auf das Startspiel gegen den FC Basel.»

Mit dem Auswärtsspiel gegen den Meister hat der FC Aarau das schwerstmögliche Los gezogen. Ein Auswärtsspiel zum Saisonbeginn war aber nicht zu vermeiden, denn im Brügglifeld wird noch renoviert. Neue Toiletten und Drehkreuze müssen installiert werden, das verlangt der Schweizer Fussballverband.

«Wir müssen uns an Niederlagen gewöhnen»

Der FC Aarau ist das Siegen gewöhnt. In der letzten Saison ging er stets als Favorit auf den Platz. Das wird sich in der kommenden Saison drastisch ändern. Der FC Aarau ist nur noch Aussenseiter, dass zeigen die Finanzen deutlich. Der FC Aarau verfügt über ein Gesamtbudget von knapp acht Millionen Franken. Das ist deutlich mehr als zu Challenge-League-Zeiten, aber im Vergleich zum FC Basel mit 43 Millionen Franken ein «Sackgeld».

Trainer René Weiler ist sich bewusst, dass die Umstellung vom Favoriten zum Aussenseiter für die junge Aarauer Mannschaft in der Super League jetzt schwierig wird. «Die Siege waren immer schön, aber wir müssen uns jetzt an Niederlagen gewöhnen», erklärte René Weiler gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Schweizer Radio SRF. Die aktuelle Mannschaft sei jung und unerfahren, aber motiviert, sich der Herausforderung in der höchsten Schweizer Fussballiga zu stellen.

Stürmer gesucht

Für den FC Aarau spricht die Stabilität der Mannschaft. Lediglich drei Abgänge gab es. Trainer René Weiler ist in Aarau geblieben, obwohl einige grössere Vereine Interesse am Erfolgstrainer bekundet hatten. «Weiler ist eine wichtige Stütze für die Mannschaft», resümiert Sportchef Bachmann.

Mouangue hat einen blauen Dress an, bekommt den Ball vor die Brust und macht ein sehr konzentriertes Gesicht. Der Gegenspieler vom FCZ greift ihn an. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Otélé Mouangue, hier im Luzerner Dress gegen einen FCZ-Spieler, wird künftig für den FC Aarau spielen. Keystone

Auf den Start in die neue Saison konnte die Mannschaft in der Offensive mit Otélé Mouangue verstärkt werden. Der Verein sei aber immer noch auf der Suche nach einem zweiten Stürmer, so Bachmann. Weiter ist Torhüter Swen König zu seinem alten Verein zurückgekehrt.

In der Verteidigung konnten Alexander Gonzalez und Bruno Matrignoni verpflichtet werden. Gonzalez wurde vorläufig für eine Saison von den Berner Young Boys ausgeliehen. «Er hat sich bereits bestens in die Mannschaft integriert», freut sich Aaraus Sportchef Urs Bachmann.