Entscheid Gemeindeversammlung Fisibach will doch nicht zu Zürich gehören

Die kleine Aargauer Gemeinde Fisibach hat ihre Pläne für einen Wechsel zum Kanton Zürich faktisch begraben. Die Stimmberechtigten sprachen sich im zweiten Anlauf dafür aus, beim aargauischen Fusionsprojekt «Rheintal+» mitzumachen.

Der Entscheid wurde an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung der 460-Seelen-Gemeinde am Mittwochabend getroffen – knapp mit 38 zu 34 Stimmen. Es geht um einen Planungskredit von rund 55'000 Franken.

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Bildlegende: Fisibach macht nun doch bei der Zurzibieter Gemeindefusion mit, hat die Gemeindeversammlung entschieden. Keystone

Damit kann eine engere Zusammenarbeit mit den neun weiteren aargauischen Gemeinden im Zurzibiet geprüft werden. Es soll die flächenmässig grösste Gemeinde mit 8000 Einwohnenden entstehen. Der Bezirkshauptort Bad Zurzach mit 4500 Einwohnenden wäre die grösste Gemeinde im Verbund.

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Fisibach hatte im April an der Versammlung als einzige Gemeinde den Planungskredit für das Projekt «Rheintal+» abgelehnt. Die Stimmberechtigten beauftragten den Gemeinderat, einen Wechsel zum Kanton Zürich zu prüfen.

Damit hatte die Gemeinde viel Aufsehen erregt. Fisibach, das am Rhein ganz im Nordosten des Aargau liegt, grenzt an die Zürcher Gemeinden Bachs und Weiach.

Regierungsrat legte Veto ein

Nach einem Gespräch mit Gemeindevertretern lehnte der Aargauer Regierungsrat im Juni den Kantonswechsel ab. Es seien keine Gründe ersichtlich, die einen derart grundlegenden Eingriff in die Struktur der Kantone Aargau und Zürich rechtfertigen würden.

Weder «unter historischen noch unter sachlich-politischen Aspekten» könne von einer besonders stossenden oder unverständlichen Situation gesprochen werden. Im Aargau gebe es zahlreiche Gemeinden entlang der Kantonsgrenze, die intensive Beziehung mit benachbarten Gemeinden, Regionen und Kantonen aufwiesen.

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