Geplante Mobilfunk-Antenne in Lostorf wird Fall für Bundesrichter

Die Gegner einer Mobilfunkantenne in Lostorf wollen ihre Beschwerden an das Bundesgericht weiterziehen. Die Beschwerde richtet sich gegen eine von der Firma Sunrise geplante Anlage an der Sandgrubenstrasse.

Wohnblock in Lostorf mit feinem Stab in der Mitte des Daches (Planung Mobilfunkantenne) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf diesem Gebäue plant Sunrise eine heftig umstrittene UMTS-Mobilfunkantenne mit je 1500 Watt Sendeleistung. zvg

Die Firma Sunrise plant in Lostorf eine Mobilfunkantenne an der Sandgrubenstrasse. Bereits 2011 hatte sich dagegen Opposition gebildet. Nun kämpft die Interessengemeinschaft «IG Mobilfunk mit Vernunft» sogar in Lausanne gegen die geplante Anlage.

Zuvor hatten das kantonale Baudepartement und das Solothurner Verwaltungsgericht Einsprachen und Beschwerden gegen die geplante Mobilfunkantenne abgewiesen. Deshalb habe der Vorstand der IG einstimmig entschieden, den Fall durch das Bundesgericht beurteilen zu lassen, heisst es in einer Mitteilung der Interessengemeinschaft vom Dienstagabend.

Antenne «mitten im Wohngebiet»

Die IG kritisiert insbesondere, dass die geplante Anlage «mitten in einem Wohnquartier, angrenzend an Kindergarten und das Schulhaus Dreirosen» zu stehen käme. Man wolle sich nicht dem Fortschritt verweigern, heisst es weiter. Man wehre sich aber gegen Mobilfunkantennen in Wohngebieten.

Die geplante Sunrise-Antenne erhitzt die Gemüter in Lostorf seit längerem. Auf Gemeindeebene wurde die Baukommission angewiesen, eine Verschärfung des Baureglements zu prüfen, um Mobilfunkantennen in Wohngebieten zu verhindern.