Gesetzesänderungen: Aargauer Unternehmen zahlen weniger Steuern

Im Aargau sinken 2016 die Gewinnsteuern für Unternehmen. Dem Kanton entgehen dadurch Einnahmen von rund 27 Millionen Franken. Dies, obwohl aktuell in vielen Bereichen zum Teil massiv gespart wird, und das auch so weitergehen soll. Wie geht diese Rechnung auf?

Im neuen Jahr müssen Aargauer Unternehmen weniger Steuern bezahlen. Der Kanton senkt die Gewinnsteuern für juristische Personen um 0,5 Prozentpunkte. So müssen Gewinne unter 250'000 Franken nur noch mit 5,5 Prozent und nicht wie bis anhin mit 6 Prozent versteuert werden. Alle Gewinne über 250'000 Franken werden ausserdem nicht mehr mit 9, sondern neu mit 8,5 Prozent versteuert.

Bleistift auf Zahlentabelle, daneben Taschenrechner. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sparkurs im Aargau, und gleichzeitig Steuersenkung. Colourbox

Weniger Steuereinnahmen für die Kantonskasse

Die Senkung der Gewinnsteuern ist trotz Sparkurs der Regierung unumgänglich, weil sie auf einen Volksentscheid aus dem Jahr 2012 zurückgeht. Und obwohl der Kanton Aargau auch im neuen Jahr weiter sparen will, sei die Steuersenkung sinnvoll, sagt Dave Siegrist, Vorsteher Kantonales Steueramt Aargau.

«  Mit dieser Steuersenkung wirken wir bereits heute der kommenden Unternehmenssteuerreform III entgegen. »

Dave Siegrist
Vorsteher kantonales Steueramt Aargau

Für den Kanton Aargau heisst das allerdings, dass er im Jahr 2016 weniger Steuern einnimmt − und zwar rund 27 Millionen Franken.