Streit um Parkplätze Gibt es doch noch eine Lösung für Schloss Wildenstein?

Schloss und Hof vom Dorf aus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wohin mit den Autos der Schlossbesucher? Die Frage bleibt noch offen. Stefan Ulrich / SRF

Die Gemeindeversammlung hat am Freitagabend die Umzonung Schloss Wildenstein zurückgewiesen. Umstritten war der Parkplatz für das Schloss Wildenstein. Die Gemeindeversammlung verband den Rückweisungsantrag mit einem Auftrag an den Gemeinderat. Dieser soll nun einen neuen Standort für den Parkplatz suchen.

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Darum geht es

Das Schloss gehört seit 2010 dem Unternehmer Samuel Wehrli. Er hat das Gebäude nach den Vorgaben der Kantonsarchäologie sorgfältig renoviert. Um Schloss Wildenstein öffentlich zugänglich zu machen plant der Schlossherr einen Parkplatz oberhalb des Schlosses bei einem Bauernhof. Anwohner fürchten sich aber vor zusätzlichem Verkehr.

Einen solchen Standort bringt nun der kantonale Denkmalpfleger Reto Nussbaumer ins Spiel. Am Südfuss des Schlosshügels komme der Parkplatz nicht in Frage. Dies schlägt beispielsweise der Bauer vor, der unmittelbar beim Schloss lebt und den anderen Parkplatzstandort bekämpfte.

Nachbarswiese als Lösungsvorschlag

Nussbaumer sieht aber andere Flächen nur etwas weiter südlich als mögliche Lösungen. Diese Wiesen würden schon heute bei grossen Anlässen auf dem Schloss als Parkplatzmöglichkeit genutzt. Die Flächen seien direkt anschliessend, einfach nicht am eigentlichen Schlossfuss, so Nussbaumer. Der Schlossfuss komme aus denkmalpflegerischer Sicht nicht in Frage. Das gebe es auch bei keinem anderen Schloss im Aargau.

Die von Nussbaumer vorgeschlagenen Flächen würden unterhalb des Dorfes liegen. Somit gebe es auch weniger Verkehr und Lärm in Dorfnähe und keinen Konflikt mit dem Bauer, der neben dem Schloss lebt.

Über diese Lösung habe man bis jetzt aber gar nicht reden können, weil der Gemeinderat nur gefragt habe, ob ein Parkplatz am Fuss des Schlosses möglich sei. Würde man gefragt, ob der Parkplatz gleich daneben möglich sei, auf der Wiese die schon jetzt als provisorischer Standort genutzt werde, könne man Hand bieten zu einer Lösung.