Gleich drei Führungskräfte laufen der Grenchner Eterna davon

Der Eterna-Chef Patrick Kury verlässt das Uhrenunternehmen. Gleichzeitig scheiden auch der operative Chef Jörg Ammann und ein weiteres Geschäftsleitungsmitglied aus, berichtet die «Handelszeitung». Alle Führungskäfte verlassen die Eterna auf eigenen Wunsch.

Eterna an der Basler Uhren- und Schmuckmesse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eterna an der Basler Uhren- und Schmuckmesse. Keystone

Chef Patrick Kury verlässt Eterna. Gleichzeitig scheiden auch der operative Chef Jörg Ammann und ein weiteres Geschäftsleitungsmitglied aus dem Traditionsunternehmen aus. Dies berichtet die «Handelszeitung». Sie beruft sich auf gut unterrichtete Quellen aus der Uhrenbranche. Das Unternehmen wollte die Angelegenheit nicht kommentieren und stellte lediglich ein Communiqué in Aussicht.

Unstimmigkeiten mit chinesischem Investor

Die drei Führungskräfte verliessen Eterna auf eigenen Wunsch. Insider berichten von Meinungsverschiedenheiten mit dem Besitzer. Seit zwei Jahren gehört Eterna dem chinesischen Investor Volant Limited, einer Tochter des Konglomerats China Haidian. Laut Branchenkennern drängte Volant darauf, die Marge bei Eterna zu erhöhen. Das habe den Vorstellungen im Topmanagement widersprochen, wie die Marke vorangebracht werden könnte.

Kury wollte künftig noch mehr eigene Qualitäts-Uhrwerke entwickeln, um von Lieferanten wie ETA unabhängiger zu werden. In China sah man darin offenbar primär einen Kostenposten, heisst es.