Gondelbahn auf den Weissenstein steht «bis Ende Jahr»

Doppelt genäht hält besser. Nachdem bereits im letzten September ein Spatenstich für die neue Gondelbahn auf den Weissenstein gefeiert wurde, gab es am Donnerstag gleich noch einen Festakt. Damit beginnen jetzt die eigentlichen Bauarbeiten. Auch ein Helikopter wird zum Einsatz kommen.

Projektverantwortliche nehmen den Spatenstich vor. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Bauarbeiten für die Talstation der Gondelbahn beginnen. SRF

Jetzt geht es richtig los. Nachdem in den letzten Wochen die alte Weissenstein-Bahn demontiert worden ist und Bäume für die neue Bahn gefällt worden sind, beginnen nun die eigentlichen Bauarbeiten an der Gondelbahn auf den Solothurner Hausberg.

Mit einem Fest für die Bevölkerung wurde der Baubeginn schon letzten September gefeiert. Am Donnerstag folgte nun ein zweiter Spatenstich für geladene Gäste. Vertreter der Seilbahn Weissenstein AG, der beteiligten Baufirmen und des Kantons, hielten symbolisch ihre Spaten in die Kameras.

Erste Fahrt im November?

«Einen dritten Spatenstich wird es nicht geben», schmunzelt Rolf Studer, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Seilbahn AG. Soviel scheint klar zu sein. Offen bleibt hingegen, wann genau die neue Bahn ihren Betrieb aufnehmen wird. «Das Ziel ist, dass wir Ende Jahr fahren können», bleibt Studer vage.

Geht es nach Gesamtprojektleiter Johannes Sutter, dann sollten Anfang November die ersten Personen mit den Gondeli auf den Weissenstein fahren können. Wie rasch die Bauarbeiten vorankommen, hängt aber insbesondere vom Wetter ab. Sollte der Winter doch noch über die Region hereinbrechen, könnte es länger dauern.

Tonnenweise Beton

Für die Bauarbeiten wird unter anderem ein Schwerlast-Helikopter eingesetzt. «Diesen braucht es, um die Stützen für die Seilbahn zu setzen. Das wird an einem Tag passieren und eine tolle Sache», sagt Projektleiter Sutter.

Für die Seilbahn müssen 17 Masten gesetzt werden. Die Masten benötigen massive Fundamente, die zwei Meter tief in den Boden ragen. Da werde viel Beton verbaut, bestätigt Johannes Sutter: «Was man oben sieht ist der Sockel. Aber darunter ist eine Betonplatte von rund fünf auf fünf Metern».

Was die Gondelbahn schlussendlich kostet, kann Rolf Studer von der Seilbahn Weissenstein AG nicht genau beziffern. Er betont allerdings, dass die meisten vergebenen Aufträge an Firmen aus der Region gegangen sind. So werden die Gondeli beispielsweise von der CWA aus Olten hergestellt. Die Bahn selber wurde beim Schweizer Marktleader Garaventa in Schwyz bestellt.