Grösste Überbauung der Oltner Geschichte steht

Mit 420 neuen Wohnungen ist die Überbauung Olten Südwest das grösste jemals an einem Stück gebaute Quartier in Olten. Rund 50 Prozent der Wohnungen sind per 1. Oktober, dem offiziellen Einzugstermin, vermietet. Der Rest bleibt vorerst leer. Ein Projekt mit Vor- und Nachteilen.

Rund die Hälfte der ganzen Überbauung ist vermietet. Hat sich der Bauherr überschätzt und zu viele neue Wohnungen gebaut? «Nein, der Vermietungserfolg überrascht uns sogar», sagt Peter Meier, Inhaber der Sturzenegger Immobilien AG, welche die Wohnungen vermietet. Man habe damit gerechnet, rund 150 Wohnungen vermieten zu können.

Auch diese Zahl liegt bereits über dem Durchschnittswert von Neuzuzügen, die man von der Stadt Olten kennt. Rund 100 Personen ziehen jährlich in die Solothurner Stadt, bestätigt Robert Weinert, Experte beim Immobilienberater Wüst und Partner, eine zehn Jahre geführte Statistik.

Neue Wohnungen beleben Markt

Der Oltner Stadtplaner Lorenz Schmid glaubt deshalb nicht, dass die neuen Mieter in der Überbauung Olten Südwest alle von auswärts kommen. Er rechne deshalb damit, dass der Stand der Leerwohnungen steigen werde, so Schmid weiter gegenüber Radio SRF.

«  Die Binnenwanderung müsste relativ hoch sein.  »

Lorenz Schmid
Stadtplaner Olten

Leere Wohnungen führen aber auch zu einer Markbelebung. Eigentümer müssen in Mietwohnungen investieren, damit diese attraktiv bleiben und so gut verdiende Personen anziehen, was wiederum Steuern generiert. Ohne Investitionen sinkt jedoch die Qualität im Vergleich zu sanierten oder neuen Wohnungen.

Die Folge: Personen, die wenig oder kein Einkommen haben, also vor allem Geld kosten, kommen. Ein Problem, das in der Region Olten bekannt ist und welches im Stadtparlament immer wieder zu diskutieren gibt.