Grosser Andrang auf Kriegstetter Gemeinderat – trotz Querelen

Trotz Querelen im Kriegstetter Gemeinderat ist das Interesse an politischer Arbeit im Dorf immer noch vorhanden. Gleich vier Kandidaten haben sich auf verschiedenen Listen angemeldet: Roger Gerber (Freie Liste / FDP), Butt Zahid (SP / Grüne), René Hohl (parteilos) und Thomas Affolter (CVK-Culture).

Trotz Querelen haben sich in Kriegstetten vier Kandidaten für den Gemeinderat gemeldet. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trotz Querelen haben sich in Kriegstetten vier Kandidaten für den Gemeinderat gemeldet. so.ch

Bald dürfte der Kriegstetter Gemeinderat wieder komplett sein: Bis am Montagnachmittag um 17 Uhr haben sich gleich vier Kandidaten gemeldet, die in den Gemeinderat wollen. Es sind dies Roger Gerber (Freie Liste / FDP), Butt Zahid (SP / Grüne), René Hohl (parteilos) und Thomas Affolter (CVK-Culture). Der letztgenannte Kandidat vertritt eine Gruppierung, welche in Kriegstetten bisher noch nicht in Erscheinung getreten ist.

Einer der Kandidaten, René Hohl, ist mit einem Gemeinderatsmitglied verwandt. Er darf kandidieren, würden beide gewählt, müsste einer von beiden aber laut Reglement zurücktreten. Dies erklärte die Gemeinde am Dienstag auf Anfrage. Ob beide nun wirklich antreten ist noch nicht klar. Die beiden sind Vater und Sohn. So oder so gibt es mit dieser Ausgangslage eine Kampfwahl in Kriegstetten.

«Wir haben damit gerechnet, dass sich zwei Kandidaten melden werden. Dann hätte es stille Wahlen gegeben», erklärt Margrit Jaggi, Leiterin der Gemeindekanzlei, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Es sei schön zu sehen, dass das Interesse an der Politik nach wie vor da sei, und dass nun gleich vier Personen am 9. Februar zur Wahl antreten werden.

Ersatz-Gemeinderäte mussten gesucht werden, weil kurz nach den Wahlen 2013 bereits zwei Gemeinderäte den Rücktritt erklärt hatten, nämlich Beat Bommer (CVP) und Brigitte Palacios (IG Kriegstetten). Bommer gab an, eine Zusammenarbeit im Rat sei nicht mehr möglich.

Zuvor hatte sich der Gemeindepräsident Manfred Küng (SVP) geweigert, Bommer zu vereidigen. Es gebe den Verdacht auf eine Amtsgeheimnisverletzung, so Küng damals. Kurz darauf zog sich auch Palacios zurück. Küng habe ihrer Partei, der IG Kriegstetten, Informationen nicht geliefert und auch sonst sei eine Zusammenarbeit mit dem Gemeindepräsidenten schwierig.