Grünes Licht für das Solothurner Hochwasserschutzprojekt Emme

Für knapp 75 Millionen Franken soll im Kanton Solothurn der Hochwasserschutz an der Emme verbessert werden Der Solothurner Regierungsrat hat das Projekt am Montag genehmigt. Das letzte Wort hat das Volk.

Zwei Flüsse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Hochwasser vom August 2007 an der Aare und der Emme ist mit ein Grund für das Hochwasserschutzprojekt. Kantonspolizei Solothurn

Der Solothurner Regierungsrat hat den kantonalen Gestaltungs- und Erschliessungsplan «Hochwasserschutz und Revitalisierung Emme, Wehr Biberist bis Aare» genehmigt. Die Volksabstimmung über den Verpflichtungskredit von 73,6 Millionen Franken findet am 28. Februar statt.

Das Projekt...

  • soll bereits im März starten mit Rodungen bei der ehemaligen Abwasserreinigungsanlage der Papieri Biberist und dem Rückbau dieser Anlage
  • ab Herbst 2016 bis Frühling 2018 sollen die Kehrichtdeponien Rüti Zuchwil und Schwarzweg Derendingen sowie die Bioschlammdeponie in Biberist saniert werden
  • danach folgen die eigentlichen Wasserbauarbeiten
  • die Bauphase dauert voraussichtlich bis 2021

Die letzten 4,8 Kilometer der Emme zwischen dem Wehr Biberist und der Aare in Luterbach/Zuchwil sind heute stark verbaut. Sie weisen erhebliche Defizite beim Hochwasserschutz und bei der Ökologie auf.

Die Verbauungen stammen aus der Emmekorrektion im vorletzten Jahrhundert. Sie sind stark baufällig und erfüllen ihre Schutzfunktion nicht mehr. Das zeigten die beiden grossen Hochwasserereignisse in den Jahren 2005 und 2007.

Das Projekt soll sicherstellen, dass künftig ein Hochwasser, wie es im statistischen Mittel einmal in hundert Jahren auftritt, mit der nötigen Reserve schadlos abgeführt werden kann.

Kostenaufteilung

Bund
36 Millionen Franken
Kanton Solothurn18,8 Millionen Franken
Kantonaler Altlastenfonds
8,3 Millionen Franken
Anstössergemeinden6,9 Millionen Franken
Direktbetroffene
1,8 Millionen Franken
Gesamtkosten73,6 Millionen Franken

Das letzte Wort zum Verpflichtungskredit des Kantons Solohurn von 18,8 Millionen Franken hat das Volk am 28. Februar. Gegen den Kredit gibt es im Vorfeld des Urnengangs keinerlei Opposition.

Einen grossen Teil des Geldes verschlingen Sanierungen von drei alten Deponien im Uferbereich der Emme. Diese Kosten betragen 31,2 Millionen Franken. Es handelt sich um die Bioschlammdeponie Biberist sowie um zwei Kehrichtdeponien. Das Material in der Schlammdeponie stammt aus der Abwasserreinigungsanlage der ehemaligen Papierfabrik Biberist.