Gute Stimmung an Info-Veranstaltung zu Asylunterkunft Bremgarten

Am Mittwochabend informierte das Bundesamt für Migration erstmals über die geplante Asylunterkunft auf dem Waffenplatz Bremgarten. Das Bundesamt für Migration BFM und die Stadt Bremgarten hätten sich in den meisten Punkten geeinigt, sagten Vertreter beider Seiten an der Informationsveranstaltung.

Die 150 Asylbewerber, die in Bremgarten maximal untergebracht werden, entsprechen der Zahl jener Personen, die innerhalb von zwei Tagen in der Schweiz um Asyl bitten. Dies sagte Urs von Daeniken, Leiter Asylunterkünfte beim BFM, am Mittwochabend vor rund 400 Personen in Bremgarten. Er konnte dabei mit seinen Argumenten bei den Besuchern der Veranstaltung viel Verständnis wecken.

Die Unterkunft werde keinen Tag länger als drei Jahre in Betrieb sein. Die Eröffnung ist für den 5. August geplant. Zuerst würden nur etwa 20 bis 25 Personen einquartiert, später durchschnittlich 120, erklärte von Daeniken weiter.

Die Asylbewerber seien zwischen vier bis sechs Wochen dort. Es könne immer etwas passieren, aber tätliche Angriffe auf Zivilpersonen seien in Bundeszentren noch nie passiert, versicherte von Daeniken.

Stadtzürcher Organisation betreut Asylsuchende

Die Sicherheit und die Betreuung werden von zwei verschiedenen Organisationen sichergestellt. Der Betrieb wird von der Asyl-Organisation Zürich (AOZ) gewährleistet. Bei der AOZ handelt es sich um eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt der Stadt Zürich.

Der Betrieb in solchen Zentren sei strikt geregelt, betonten die Verantwortlichen weiter. Es gebe eine Hausordnung und eine strikte Ein- und Ausgangskontrolle sowie diverse Sperrzonen. Urs Winzenried, der Aargauer Polizeikommandant ad interim, versprach zudem eine verstärkte Polizeipräsenz in der Region Bremgarten.

Das Projekt Bremgarten sei mit der Stadtregierung über mehrere Monate hinweg in mehreren Sitzungen vorbereitet worden, sagte BFM-Direktor Mario Gattiker. Das BFM habe mittlerweile eine reiche Erfahrung mit der Umnutzung von Militäranlagen und diese seien durchwegs positiv.

Zuerst nur ein halbes Jahr

Bremgarten sei zuerst angefragt worden, einen Teil des Truppenlagers für ein halbes Jahr zur Verfügung zu stellen, sagte der Bremgarter Stadtammann Raymond Tellenbach. Das sei noch akzeptierbar gewesen. Doch mit dem Bundesbeschluss vom Oktober 2012 habe sich die Situation grundlegend geändert. Plötzlich habe der Bund allein das Sagen gehabt.

Die Unterbringung von Asylbewerbern in der Nähe von rege benutzten Schiessplätzen sei problematisch, sagte Tellenbach weiter. Bremgarten wolle aber trotzdem die Pflicht erfüllen, aber nur für drei Jahre, danach seien andere Gemeinden an der Reihe.