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Aargau Solothurn Happy End einer Solothurner Seifenoper

Eigentlich hätte die Fähre ja schon im letzten August eingeweiht werden sollen. Regierungsrätin Esther Gassler sagte die Tauf-Feier damals aber ab, weil noch nicht alle Bewilligungen vorlagen. Nun kam es am Samstag doch noch zu einer Taufe, samt regierungsrätlichem Segen.

Es ist das wohl berühmteste Fahrzeug der Schweiz: Die Fähre der Solothurner Inseli-Bauern. Am Samstag wurde sie nun von Regierungsrätin Esther Gassler offiziell getauft. Sie trägt den Namen ihrer Sponsoren, der Männerloge «Odd Fellows».

Eine Fähre beschäftigt die Schweiz

Begonnen hatte alles am 9. Januar 2014 mit einem Beitrag im Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Das Regionaljournal machte publik, dass die Bauernfamilie auf dem Aareinseli von Nennigkofen um ihre Existenz bangt. Die Polizei hatte ihr die Bewilligung für die Fähre entzogen – nach 33 Jahren unfallfreier Fahrt.

Der Hilfeschrei verhallte nicht ungehört. Zeitungen und Fernsehstationen wurden auf die Geschichte aufmerksam: Böse Polizei drangsaliert arme Schweizer Bauern auf einer idyllischen Insel – das hatte Potential für eine Seifenoper.

Doch es kam noch besser. Eine Solidaritätswelle ergoss sich über die Inseli-Bauern. Empörte Bürger gründeten die Facebook-Gruppe «Pro Inselibuur», die Gemeinde Nennigkofen sammelte Spenden für eine neue Fähre, und wie ein weisser Ritter tauchte aus dem Nichts eine geheimnisvolle Männerloge auf und finanzierte die 100'000 Franken teure Fähre.

Was lange währt...

Dies sollte aber noch nicht das letzte Kapitel der Geschichte gewesen sein. Als die Bauernfamilie Antener im August 2014 zur Taufe der neuen Fähre lud, rief der Behördenapparat erneut «Stopp». Es lagen nämlich noch nicht alle Bewilligungen vor, der Bauer hatte die «Fahrprüfung» fürs neue Gefährt noch nicht bestanden.

Mit der Taufe der neuen Fähre am 9. Mai 2015 scheint nun aber doch der letzte Satz geschrieben zu sein: Ende gut, alles gut!

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