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Aargau Solothurn Heiner Studer tritt ganz von politischer Bühne ab

Eine langjährige Politkarriere geht zu Ende. Als Nationalrat und Gemeinderat von Wettingen hat sich Heiner Studer bereits zurückgezogen. Nun folgt auch noch das Amt als Präsident der EVP.

Heiner Studer tritt als Präsident der Evangelischen Volkspartei (EVP) Schweiz zurück. Sein Nachfolger soll an der Delegiertenversammlung vom 5. April in Biel gewählt werden. Studer stand sechs Jahre lang an der Spitze der Partei.

Heiner Studer tritt als EVP-Präsident ab.
Legende: Heiner Studer tritt als EVP-Präsident ab. Keystone

Er hatte das Präsidium 2008 übernommen, nachdem er bei den eidgenössischen Wahlen im Jahr zuvor aus dem Nationalrat abgewählt worden war. Dort hatte der Aargauer während acht Jahren politisiert.

Seinen Rücktritt bezeichnet Studer, der im Mai 65 Jahre alt wird, als reinen Vernunftentscheid: «Ich bin der Meinung, dass die EVP nicht von einem Rentner in die nationalen Wahlen 2015 geführt werden soll», wird er in einer Mitteilung der EVP vom Donnerstag zitiert.

Studer blickt auf eine lange Karriere in der Politik zurück. 25 Jahre lang gehörte er dem Aargauer Grossen Rat an, rund 40 Jahre war er in der Gemeinde Wettingen AG politisch aktiv.

Suche des Nachfolgers läuft

Neben vielen anderen politischen und kirchlichen Ämtern war er 1970 bis 1976 ausserdem Zentralsekretär der Evangelischen Volkspartei der Schweiz und des Kantons Zürich, später während Jahren Zentralsekretär und schliesslich Geschäftsführer des blauen Kreuzes der deutschen Schweiz.

Die EVP besetzt heute nach eigenen Angaben 38 Sitze in kantonalen Parlamenten. Im Nationalrat hat sie nach einem Sitzverlust im Jahr 2007 noch zwei Vertreter. Diese sind Mitglieder der CVP/EVP-Fraktion. In Studers Amtszeit als EVP-Präsident fällt die Initiative für eine Erbschaftssteuerreform. Für diese will sich der abtretende Präsident weiterhin einsetzen, wie die EVP schreibt.

Wer für die Nachfolge von Heiner Studer als EVP-Präsident kandidiert, gibt die Partei am 17. Januar bekannt.

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