In Wettingen werden jetzt doch keine Füchse gejagt

Es wird nichts aus der umstrittenen Fuchsjagd-Trainingsanlage für Hunde in Wettingen. Das kantonale Baudepartement und der Gemeinderat Wettingen lehnen das Baugesuch ab. Die Anlage sei in einer Landschaftsschutzzone nicht zulässig.

Fuchs Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Wettingen werden keine Füchse in einer Trainingsanlage von Hunden gejagt. Der Kanton gibt die Bewilligung nicht. Colourbox

Die sogenannte Schliefanlage kann nicht gebaut werden. In dem künstlichen Fuchsbau hätte ein Fuchs wohnen und Jagdhunde hätten auf die Baujagd abgerichtet werden sollen. Tierschützer hatten sich gegen die Anlage gewehrt.

Abgelehnt wird die Fuchsjagd-Anlage nun aber nicht wegen des Tierschutzes, sondern weil sie nicht zonenkonform ist, wie die Gemeinde Wettingen am Freitag mitteilt. Sowohl das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt, sowie der Wettinger Gemeinderat lehnen das Baugesuch ab.

Nicht zonenkonform

Grund dafür ist, dass die Jäger die Übungsanlage im Grünen planen, in der Naturschutzzone der Lägern. Das Bauvorhaben widerspricht den besonderen Vorschriften des Lägernschutzdekrets. Eine Ausnahme sei nicht möglich, sagt der Wettinger Gemeindeammann Markus Dieth gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Die Initianten könnten den abschlägigen Entscheid noch beim Regierungsrat anfechten.

Der Entscheid dürfte jene 4400 Personen freuen, welche eine Petition des Komitees Antijagd unterschrieben hatten. Solche Trainingsanlagen seien Tierquälerei, für den Fuchs bedeute es enormer Stress und ausserdem könnten sich Hund und Fuchs unter der Erde schwer verletzen, monierten die Tierschützer.

Video «Protest gegen Fuchsjagd» abspielen

Protest gegen Fuchsjagd

3:47 min, aus 10vor10 vom 17.1.2014