Junge Solothurner brauchen deutlich mehr Sozialhilfe

Im Kanton Solothurn haben 2013 mehr Personen Sozialhilfe gebraucht als im Jahr zuvor. Die Anzahl an Sozialfällen ist um 5,5 Prozent gestiegen. Kinder machen zwar immer noch einen Drittel aller Sozialhilfebezüger aus. Am stärksten zugenommen hat aber eine andere Altersgruppe.

Junger Mann auf Jobsuche telefoniert mit einem möglichen Arbeitgeber. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Junge Solothurner haben wegen mangelnder Ausbildung Mühe, Jobs zu finden. So landen sie in der Sozialhilfe (Symbolbild). Keystone

8983 Personen haben letztes Jahr im Kanton Solothurn Sozialhilfe bezogen. Gegenüber dem Jahr 2012 entspricht dies einer Zunahme von 5,6 Prozent. Die Sozialhilfequote stieg damit von 3,3 auf 3,5 Prozent und liegt damit über dem nationalen Durchschnitt von 3 Prozent.

Knapp ein Drittel aller Personen in der Sozialhilfe im Kanton und weiterhin die mit Abstand grösste Altersgruppe sind die Kinder, wie das Bundesamt für Statistik am Mittwoch bekannt gab. Ihre Zahl nahm gegenüber 2012 um 5,5 Prozent zu.

Die stärkste prozentuale Zunahme bei den Altersgruppen gegenüber 2012 gibt es bei den 26- bis 35-Jährigen mit 9,4 Prozent. Bei den Personen zwischen 36 und 64 Jahren zeigt sich eine Zunahme von 6,8 Prozent.

Ebenfalls einen leichten Rückgang der Fallzahlen zeigt sich im Kanton Solothurn bei den Personen über 65. Diese haben mit 0,2 Prozent eine sehr tiefe Sozialhilfequote.