Kanton Aargau spart beim Porto

Einen eingeschriebenen Brief entgegennehmen ist aufwändig: Der Empfänger muss mit seiner Unterschrift den Empfang bestätigen. Der Versand eines Einschreibens ist entsprechend teuer. Der Kanton Aargau spart hier nun, und versendet mehr Briefe als A-Post Plus. Es geht um hunderttausende Franken.

Der Kanton Aargau spart an allen Ecken und Enden. Mit einem Wechsel bei der Versandart von offiziellen Briefen können die Ausgaben der Kantonsverwaltung um weitere 300'000 Franken jährlich reduziert werden.

Neu soll im Verwaltungsverfahren an der Stelle eingeschriebener Sendungen in den meisten Fällen A-Post Plus zum Einsatz kommen. A-Post Plus biete für Unternehmen die Möglichkeit, den Verlauf des Versandprozesses von der Postaufgabe bis zur Zustellung zu verfolgen, teilte die Aargauer Staatskanzlei am Dienstag mit.

Die Statusanzeigen könnten jederzeit über das Internet abgerufen werden. Die A-Post-Plus-Sendungen gelangten im Gegensatz zu Einschreibesendungen direkt in den Briefkasten oder ins Postfach des Empfängers, bei Abwesenheit erfolgt keine Avisierung mit einer Abholungseinladung und der Empfang wird nicht mit einer Unterschrift bestätigt.

Luzern hat bereits umgestellt

Das Bundesgericht hat laut der Aargauer Staatskanzlei diese Versandart im Verwaltungsverfahren für zulässig erklärt. Unter anderem haben der Kanton und die Stadt Luzern den Wechsel der Versandart auf A-Post Plus vollzogen.

Der Versandartwechsel betrifft im Kanton Aargau zirka 170'000 Sendungen. Ausgenommen bleiben Schreiben, die von Gesetzes wegen eingeschrieben übermittelt werden müssen, sowie von den Departementen festgelegte Ausnahmen.

Bildquelle: Keystone