Bistum Basel Katholische Kirche will sich um Schwule und Lesben kümmern

Das «Regenbogenpastoral» soll sich der Seelsorge für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle widmen. Die katholische Kirche will sie und ihre Angehörigen «bedürfnisgerechter begleiten», so das Bistum Basel in einer Mitteilung. Das Projekt wurde von Bischof Felix Gmür ins Leben gerufen.

Portrait Bischof Felix Gmür. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Leben und die Spiritualität aller Personen wolle man «aus einer Perspektive der ganzheitlichen Erfüllung verbinden». Keystone

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Das Bistum Basel

Dem Bistum Basel gehören zehn Kantone an: AG, SO, BE, BL, BS, JU, LU, TG, SH, und ZG. Es ist mit mehr als einer Million Gläubigen das grösste Bistum der Schweiz.

Papst Franziskus habe sich mehrfach gegen die Diskriminierung von Menschen mit anderer sexueller Orientierung ausgesprochen.

Der Arbeitskreis «Regenbogenpastoral» ist gemäss Angaben des Bistums ein zielgruppenspezifischer Dienst wie er bereits für Jugendliche, Anderssprachige sowie Migrantinnen und Migranten existiert.

«  Diese Personen haben häufig Verletzungen erfahren durch Äusserungen von Vertretern der katholischen Kirche. »

Barbara Kückelmann
Pastoralverantwortliche Bistum Basel

Auch wolle man die Lebensrealität dieser Menschen «in Kirche und Gesellschaft erkennen, ernst nehmen und thematisieren». Vorurteile und Diskriminierung sollten abgebaut werden.

«  Es ist nicht einfach ein Marketingtrick. »

Barbara Kückelmann
Pastoralverantwortliche Bistum Basel

Spirituelle Begleitung

«Wir alle wollen angenommen sein – unabhängig davon, wen wir lieben und wie wir uns identifizieren», schreibt der Arbeitskreis zu seinem Selbstverständnis. «Wir sind Teil der grossen Vielfalt des Menschseins.»

Der Arbeitskreis «Regenbogenpastoral» hat sich nach eigenen Angaben auch zum Ziel gesetzt, eine spirituelle Begleitung für Intersexuelle, Transpersonen sowie für homo- und bisexuelle Menschen und deren Angehörigen und Freunden zu vermitteln.