Schülerstreiks in der Schweiz Kaum Lust auf #keloscht in Aarau

Nur etwa 100 Schülerinnen und Schüler haben in Aarau an einer Kundgebung im Rahmen des nationalen Schülerstreiks teilgenommen. Sie forderten in Reden und auf Spruchbändern einen Verzicht auf «Bildungsabbau».

Eine Sprecherin der kantonalen Jungsozialisten erinnerte bei der Kundgebung in Aarau daran, dass erst kürzlich über 8000 Lehrpersonen und Schüler an einer eindrucksvollen Kundgebung im Aargau gegen geplante Sparmassnahmen in der Bildung auf die Strasse gegangen seien.

Die Kundgebung an diesem Mittwoch fiel dagegen sehr bescheiden aus: Nur rund 100 Jugendliche hatten sich auf dem Bahnhofplatz in Aarau versammelt, um sich mit der Schülerorganisation des Kantons Luzern zu «verbrüdern». Man habe mit diesem nationalen Protest «Kantonsgrenzen gesprengt und den Röstigraben überwunden», hiess es in einer Rede.

Auf Spruchbändern wurde der Slogan der nationalen Aktion gezeigt: #keloscht in Anspielung auf eine Aussage von Bundesrat Ueli Maurer in Luzerner Dialekt. Konkrete Aargauer Sparmassnahmen im Bildungsbereich wurden ebenfalls aufgelistet: Die Streichung des 10. Schuljahres, die Kürzung des Instrumentalunterrichts oder von Freifächern.

Reaktion der Organisatoren

100 Teilnehmende, das sei gar nicht so wenig, sagt Organisator und
Präsident der Schülerorganisation Aurel Gautschi gegenüber SRF. «Es ist
normaler Schulbetrieb. Die Teilnahme bedeute eine Absenz an der Schule»,
sagt er im Interview.