Killwangen-Spreitenbach: Gemeinderat Killwangen will keine Fusion

Der Schlussbericht zu einer allfälligen Fusion der Gemeinden Killwangen und Spreitenbach fällt uneinheitlich aus, und ebenso uneinheitlich sind die Reaktionen der beiden Gemeinderäte. Nun müssen die Stimmbürger und Stimmbürgerinnen der beiden Gemeinden ohne klare Empfehlung einen Entscheid fällen.

Während eines guten Jahres haben zehn Facharbeitsgruppen verschiedene Varianten zur Zukunft der beiden Aargauer Gemeinden im Limmattal geprüft. Zur Debatte stand eine Beibehaltung des Status-quo, eine vertiefte Zusammenarbeit oder eine Fusion der beiden Gemeinden.

Spreitenbach: Dorf und Hochhäuser Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Gemeinde Spreitenbach könnte sich eine gemeinsame Zukunft mit der Nachbargemeinde Killwangen vorstellen. Keystone

Eine einheitliche Empfehlung kam nicht zustande, wie aus dem am Montag veröffentlichten Schlussbericht der Projektleitung hervorgeht. Die einzelnen Facharbeitsgruppen kommen zu sehr unterschiedlichen Resultaten und Befunden. Und auch die Politiker aus den beiden Gemeinden haben verschiedene Ansichten.

Entgegengesetzte Meinungen

Der Gemeinderat von Spreitenbach befürwortet einen Zusammenschluss deutlich, die Geimeinderäte haben sich einstimmig dafür ausgesprochen. Genau anders herum sieht es in Killwangen aus: Der Gemeinderat sagt einstimmig Nein zu einer Fusion. In Killwangen sehe man keine wesentlichen Argumente für eine Fusion, heisst es in der Medienmitteilung zum Schlussbericht.

Der Ammann von Killwangen, (l.) Werner Scherer, und der Gemeindepräsident von Spreitenbach, Valentin Schmid. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Unterschiedliche Ansichten: Werner Scherer (l.), Amman Killwangen, und Valentin Schmid, Gemeindepräsident Spreitenbach. Keystone

Die Projektleitung der Fusionsabklärungen findet im Gegensatz zur Politik deutlichere Worte. Sie sagt ein Zusammenschluss lasse sich aus heutiger Sicht rechtfertigen und brächte beiden Gemeinden Vorteile.

Aufgrund der unklaren Situation und Empfehlung sollen nun die Stimmberechtigten an den Gemeindeversammlungen vom 1. Dezember über Fortgang oder Abschluss des Fusions-Projektes entscheiden.