Bühne Burgäschi Klassische Töne im Zirkuszelt

Auf der Bühne Burgäschi feiert am Samstagabend die Operette «Zirkusprinzessin» Premiere. Gezeigt wird die Operette nicht wie in den letzten Jahren auf einem Bauernhof unter freiem Himmel, sondern in einem Zirkuszelt. Das echte Zelt des Circus Monti bildet die Bühne für die Operette des ungarischen Komponisten Emmerich Kalman.

Im Zentrum der Geschichte steht ein virtuoser Zirkusartist. Mister X tritt – ganz wie der Name vermuten lässt – mit einer Maske im Zirkus auf. Er ist der enterbte Neffe eines russischen Fürsten. Im Zirkus verliebt sich dann just die Witwe des Fürsten in den Artisten, natürlich ohne dass sie ahnt, wer Mister X wirklich ist.

Operette kostet rund 1 Million Franken

In der Aufführung «Zirkusprinzessin» tauchen die Zuschauerinnen und Zuschauer in die Welt des Zirkus ein. Die Musik der Operette ist teilweise ebenfalls an den Zirkus angelehnt.

Reimar Walthert ist der musikalische Leiter des Stücks. Für ihn ist besonders das Orchester hervorzuheben: «Das Orchester wurde vom Komponisten um einige Instrumente ergänzt, so gibt es auch eher ungewöhnliche Klavier-, Banjo- und Harfenklänge zu hören.»

Insgesamt wird die Operette bis Mitte Juli 20 Mal aufgeführt. Mit Ausgaben von rund einer Million Franken gäbe es durchaus ein finanzielles Risiko, sagt Reimar Walthert.

Nach dem Konkurs der Aargauer Oper Schenkenberg und dem Verschwinden der Solothurn Classics, hätte sich auch sein Team Gedanken gemacht. Mit der Aufführung im Zirkuszelt versuche man nun, zwar das erfolgreiche Konzept weiterzuführen und trotzdem etwas Neues zu wagen.